Tarif: IG Metall fordert schnelles Angebot

- Frankfurt - Die IG Metall will sich mit dem in der Chemiebranche erzielten Tarifergebnis nicht zufrieden geben. Unmittelbar vor Beginn der Metall-Tarifgespräche in Gelsenkirchen bekräftigte Gewerkschaftschef Jürgen Peters die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld.Zugleich verlangte er ein schnelles und angemessenes Angebot der Arbeitgeber. Der Chemie-Abschluss sei für die IG Metall kein Vorbild, sagte auch der nordrhein-westfälische Bezirksleiter Detlef Wetzel. Die Arbeitgeber warnten indessen erneut vor übersteigerten Lohnerhöhungen.

Die Tarifpartner der Chemiebranche hatten sich letzten Donnerstag auf eine Lohnerhöhung von bis zu 4,3 Prozent geeinigt, von denen 3,6 Prozent in einen linearen Anstieg fließen und 0,7 Prozentpunkte, die aus Einmalzahlungen bestehen, in den Firmen verhandelbar sind. Peters appellierte an den Arbeitgeberverband Gesamtmetall, "auf überflüssige Rituale zu verzichten, die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen und den Arbeitnehmern schnell ein faires Angebot zu machen". Die Metall-und Elektroindustrie könne eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent locker verkraften: "2007 sind die Arbeitnehmer dran."

Der Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser wies dagegen die Lohnforderung der Gewerkschaft strikt zurück: "Die Kirche im Dorf lassen, heißt die Devise." Bei den Löhnen dürfe nicht überdreht werden, nur weil es in Deutschland erstmalig wieder ein Wachstum gebe wie in anderen Ländern schon seit Jahren: "Der Anstieg unserer Löhne muss ein Stück unter dem des Vorjahres bleiben, sonst gefährden wir den Aufschwung unserer Branche."

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