+
Geldscheine. Foto: Jens Büttner/Symbolbild

Dank niedriger Inflation

Tarifbeschäftigte haben mehr im Geldbeutel

Wiesbaden (dpa) - Die Tarifbeschäftigten in Deutschland können sich weiterhin über reale Verdienstzuwächse freuen. Im dritten Quartal 2016 stiegen die Reallöhne um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte.

Weil zugleich die Inflation nur um 0,5 Prozent zulegte, blieben die nominalen Lohnsteigerungen von 2,3 Prozent fast vollständig bei den Beschäftigten. Das stärkt die Kaufkraft der Verbraucher und stützt den Konsum als tragende Säule der deutschen Konjunktur.

Allerdings schwächt sich der Trend zu steigenden Reallöhnen zusehends ab: Zu Jahresbeginn waren die Reallöhne in Deutschland nach revidierten Zahlen um 2,7 Prozent gestiegen, im zweiten Quartal dann um 1,9 Prozent.

Überdurchschnittlich hohe nominale Verdienststeigerungen verzeichneten die Wiesbadener Statistiker im Zeitraum Juli bis September vor allem in Branchen, in denen der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) eine Rolle spielt - etwa bei Wasserversorgung und Abfallentsorgung (plus 3,2 Prozent), im Gesundheitswesen (plus 3,0 Prozent) und in der Verwaltung (plus 2,9 Prozent). Vergleichbar hohe Zuwächse gab es auch im Gastgewerbe (plus 3,4 Prozent) und im Baugewerbe (plus 2,8 Prozent).

Bundesamt zu Reallöhnen Q3/2016

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer
Die EU-Kommission will die Risiken des Zusammenschlusses für den Wettbewerb in der Agrarchemie genauer unter die Lupe nehmen. Bayer reagiert darauf gelassen. Der Konzern …
Brüssel prüft Monsanto-Übernahme durch Bayer genauer
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden
Alles dauert viel länger als zunächst gedacht. Erst am 7. Oktober sollen wieder Züge auf der europäischen Hauptachse Rheintalbahn fahren. Bis dahin muss das Notkonzept …
Rheintalbahn soll am 7. Oktober wieder freigegeben werden
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei der Eröffnung der Computerspielemesse Gamescom der Branche eine stärkere staatliche Förderung in Aussicht gestellt.
Merkel will Spiele-Entwickler mit mehr Geld fördern
Bei mehr als 60 Euro Gebühren fürs Konto die Notbremse ziehen
Die Experten von Finanztest nahmen 231 Gehalts- und Girokonten von 104 Banken unter die Lupe. Einige Geldinstitute zocken bei den Gebühren so richtig ab. Dann ist die …
Bei mehr als 60 Euro Gebühren fürs Konto die Notbremse ziehen

Kommentare