Tarifeinigung für Versicherungsbranche

Berlin - Für die rund 200 000 Angestellten der deutschen Versicherungen gibt es eine Tarifeinigung. Sie bekommen zum 1. April 2010 demnach 2,5 Prozent mehr Geld.

Das teilte die Gewerkschaft ver.di nach der Annahme des Kompromisses durch ihre Tarifkommission am Freitag in Berlin mit. Damit wurden Informationen des “Handelsblatts“ bestätigt. Beschäftigte der unteren Gehaltsgruppen bekommen sogar fünf Prozent Erhöhung. Für November 2009 wurde eine Einmalzahlung von 250 Euro vereinbart. Der neue Vertrag läuft über 18 Monate bis zum 31. März 2011. Der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland wollte sich auf Anfrage in München nicht äußern.

Wie ver.di mitteilte, wurde auf ihren Vorschlag hin diesmal schon vier Monate vor Ende der Laufzeit des alten Tarifvertrages verhandelt. Ziel sei es gewesen, angesichts der sich verschärfenden Wirtschaftskrise frühzeitig Gehaltssteigerungen sicherzustellen und Leistungen des Manteltarifvertrags zu erhalten. Das bestehende Abkommen zur Altersteilzeit sei bis 30. Juni 2011 verlängert worden.

Ver.di-Verhandlungsführer Uwe Foullong äußerte sich zufrieden über das Ergebnis, das Gehaltssteigerungen über der Inflationsrate sichere. Gemäß dem alten Tarifvertrag, der bis Ende September läuft, bekamen die Beschäftigten zu Jahresbeginn 1,6 Prozent Einkommensplus. Arbeitgeberforderungen nach Einführung von Samstagsarbeit seien abgewehrt worden. Ein Rationalisierungsschutzabkommen mit Regeln bei Umstrukturierungen wurde laut ver.di in Kraft gelassen.

dpa

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