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Die Tarifverhandlungen für die 90.000 Beschäftigten der westdeutschen VW-Werke haben am Donnerstag in Hannover begonnen.

Tarifrunde für 90.000 VW-Beschäftigte startet

Hannover - Die Tarifverhandlungen für die 90.000 Beschäftigten der westdeutschen VW-Werke haben am Donnerstag in Hannover begonnen.

Die IG Metall will die vergangenes Jahr für die gesamte Metallindustrie vereinbarten 4,2 Prozent Entgelterhöhung plus einmal 510 Euro auch bei Volkswagen durchsetzen. “Wir werden in keinem Fall niedriger als in der Metallindustrie abschließen“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine vor Beginn der Gespräche.

VW-Verhandlungsführer Jochen Schumm verwies allerdings darauf, dass sich die wirtschaftliche Situation seit dem Metall-Abschluss im November vergangenen Jahres verschlechtert habe. “Der Metallabschluss wurde vor völlig anderen Rahmenbedingungen vereinbart“, sagte er. Zudem sei 2010 für Volkswagen “ein wichtiges Jahr mit hohen Anstrengungen“.

Demgegenüber betonte IG-Metall-Verhandlungsführer Meine, angesichts der Lage bei Volkswagen gehe die Gewerkschaft selbstbewusst in die Verhandlungen. Die Gewerkschaft wolle in der Tarifrunde zudem eine Altersteilzeitregelung für die ab 1955 geborenen VW-Beschäftigten durchsetzen. Diese sollten mit 57 Jahren in Altersteilzeit gehen können, um mit 60 freigestellt zu werden und ab 63 Rente zu beziehen, sagte Meine.

Außerdem solle VW garantieren, jährlich 1.250 Auszubildende einzustellen. “Wir wollen, dass 100 Prozent der Auszubildenden nach dem Abschluss in unbefristete Arbeitverhältnisse übernommen werden“, verlangte Meine. Ziel sei es, bei VW eine Beschäftigungsbrücke “Alt für Jung“ zu schaffen. 

ap

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