Tarifstreit zwischen Post und ver.di festgefahren

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Bonn (dpa) - Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Post und der Gewerkschaft ver.di gibt es keine Bewegung. Nachdem die Tarifverhandlungen für die 130 000 Tarifbeschäftigten des Unternehmens ohne Ergebnis am Freitagabend vertagt wurden, bekräftigte die Gewerkschaft ihre Streikbereitschaft.

Einzelheiten über Streiks würden am Montag bekanntgegeben, sagte ein ver.di-Sprecher am Samstag. Die Friedenspflicht endet am 31. März. An diesem Tag läuft der Beschäftigungspakt über den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen für die 130 000 Tarifbeschäftigten des Unternehmens aus.

Die Gewerkschaft fordert den Ausschluss der betriebsbedingten Kündigungen bis zum 30. Juni 2011 sowie einen Ausgleich von jährlich zehn Arbeitszeitverkürzungstagen, um die Wirkung der Erhöhung der Wochenarbeitszeit bei den 55 000 Postbeamten von 38,5 auf 41 Stunden auszugleichen.

Die Deutsche Post bot der Gewerkschaft an, die Vereinbarungen zum Beschäftigungspakt des Unternehmens bis zum 30. Juni zu verlängern. Dieses Angebot verschaffe mehr Zeit für die Verhandlungen, erklärte die Post am Samstag in Bonn. Gleichzeitig entfalle dadurch jeder Grund für die angedrohten Streiks. Man wolle in dem Zeitraum insbesondere auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen verzichten und die für Beamte ab dem 1. April geltende längere Arbeitszeit von 41 Stunden nicht abfordern.

Ein ver.di-Sprecher wies das Angebot zurück. "Wir lehnen den Terminvorschlag ab, dessen strategischer Hintergrund ist, dass die Post uns in die Friedenspflicht zwingen will." Die Tarifverhandlungen hatten Mitte März begonnen und sollen am 9. April in Köln weitergehen.

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