+
Nach 19-stündigen Verhandlungen habe der Arbeitgeber "zentrale, bereits mündlich vereinbarte Punkte wieder zur Disposition gestellt", teilt Verdi mit. Foto: Marius Becker/dpa

Nach Angaben von Verdi

Tarifverhandlungen bei Karstadt und Kaufhof auf der Kippe

Essen (dpa) - Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Warenhäuser Karstadt und Kaufhof stehen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi vor dem Scheitern.

Nach 19-stündigen Verhandlungen habe der Arbeitgeber "zentrale, bereits mündlich vereinbarte Punkte wieder zur Disposition gestellt", teilte Verdi am Sonntag mit. "Das ist eine unverschämte Provokation, die fast zum vollständigen Scheitern der Tarifverhandlungen geführt hat." Möglich seien nun "Arbeitskampfmaßnahmen in deutlich größerem Umfang als bisher im umsatzstarken Weihnachtsgeschäft".

Ein Sprecher von Galeria Karstadt Kaufhof versicherte hingegen, dass sich die Arbeitgeberseite an bereits vereinbarte Positionen halten würde. Nur eine "einvernehmliche Ausformulierung der Tariflösung" sei nach dem "Verhandlungsmarathon" nicht mehr möglich gewesen. Dazu sei ein neuer Termin vereinbart worden.

Verdi betonte, die für diesen Mittwoch und Donnerstag geplante nächste Gesprächsrunde sei entscheidend. "Das ist die letzte Chance, um in diesem Tarifkonflikt zu einer tarifvertraglichen Lösung für die Zukunft der Beschäftigten und alle Warenhausstandorte inklusive Karstadt Sports und Karstadt Feinkost zu kommen", sagte Verhandlungsführer Orhan Akman.

Verdi und Galeria Karstadt Kaufhof verhandeln bereits seit einiger Zeit über einen gemeinsamen Sanierungstarifvertrag für den durch den Zusammenschluss entstandenen neuen Warenhausriesen. Laut Verdi würde eine Verschmelzung ohne neuen Tarifvertrag für die Kaufhof-Beschäftigten automatisch eine rund elfprozentige Entgeltabsenkung bedeuten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit 58 Jahren in den Ruhestand: Das müssen Sie dabei beachten
Mit 58 Jahren aus dem Berufsleben aussteigen: Wir sagen Ihnen, was Sie dabei beachten sollten - und wie der frühe Ruhestand gelingen kann.
Mit 58 Jahren in den Ruhestand: Das müssen Sie dabei beachten
Ärger für Bankkunden: Strafzinsen greifen 2020 um sich - CSU-Mann warnt vor „Spirale“
Auf Erspartes kaum Zinsen zu bekommen, ist für viele Bankkunden ohnehin ein Ärgernis. Einige Institute greifen inzwischen aber sogar zu Negativzinsen - und bitten die …
Ärger für Bankkunden: Strafzinsen greifen 2020 um sich - CSU-Mann warnt vor „Spirale“
Münchner Jung-Autobauer wollten 50 Millionen in 30 Tagen - nun steht das Ergebnis fest
Ein völlig neues Automobil wollen Mittzwanziger aus München auf die Straße bringen - ohne Großinvestoren. 50 Tage später steht ein erstes Ergebnis fest.
Münchner Jung-Autobauer wollten 50 Millionen in 30 Tagen - nun steht das Ergebnis fest
Immer mehr Kreditinstitute führen Strafzinsen ein
Auf Erspartes kaum Zinsen mehr zu bekommen, ist für viele Bankkunden ohnehin schon ein Ärgernis. Einige Institute greifen inzwischen aber sogar zu Negativzinsen - und …
Immer mehr Kreditinstitute führen Strafzinsen ein

Kommentare