Tarifverhandlungen schon wieder vertagt

- München - Die Tarifverhandlungen für die rund 600 000 Beschäftigten im Einzelhandel in Bayern und Baden-Württemberg sind am Freitag erneut vertagt worden. In Bayern, wo für rund 380 000 Arbeitnehmer verhandelt wird, kamen Arbeitgeber und Gewerkschaft Verdi in München zur fünften Runde zusammen - ohne Ergebnisse. Man habe keine Einigung erzielt, sagte eine Sprecherin des Einzelhandelsverbands.

<P>Termin für die nächste Verhandlungsrunde ist der 3. Juni. Verdi fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 50 Cent pro Stunde sowie Zuschläge für die Samstagsarbeit, wenn die Geschäfte künftig auch samstags bis 20 Uhr geöffnet haben dürfen. Die Arbeitgeber boten bisher eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in drei Stufen von 1,3 sowie 0,7 und 1,2 Prozent an. In Baden-Württemberg mit 220 000 Beschäftigten fordert Verdi 4,5 Prozent mehr Lohn.<BR><BR>Begeleitet war die Verhandlungsrunde von Warnstreiks in Oberbayern. In Allershausen legten 64 Mitarbeiter von Lekkerland-Tabaccoland morgens bis 11 Uhr die Arbeit nieder. Betroffen waren 370 Verkaufs- und Tankstellen in Bayern, die von Lekkerland-Tobaccoland beliefert werden. Der Streik bei Lekkerland wird nicht der einzige bleiben. In einer Urabstimmung entschieden sich 100 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für eine Fortführung des Arbeitskampfes. Unterstützung bekamen die Streikenden in Allershausen von zwölf Kollegen aus Erding. Dort wurde bei Edeka die Arbeit niedergelegt.<BR></P>

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