Tausende belagern griechisches Parlament

Athen - Die Lage ist höchst explosiv: Tausende haben sich am Donnerstag erneut vor dem griechischen Parlament in Athen versammelt, um gegen ein neues hartes Sparprogramm zu protestieren.

Die Abgeordneten wollen voraussichtlich am Abend abschließend abstimmen. Die Demonstranten skandierten “Diebe“ in Richtung des Parlamentes.

Kommunistische Demonstranten forderten den Austritt Griechenlands aus der Eurozone und der Europäischen Union. Der Verkehr im Stadtzentrum kam zum Stillstand. Die Demonstration verlief zunächst friedlich. Am Vortag hatte es schwere Krawalle gegeben.

Die Streiks gingen weiter. Aus Protest gegen die Sparprogramme ließen Mitarbeiter von Ministerien, Fährbetrieben und der Bahn die Arbeit ruhen. Ihn schlossen sich Taxi-Fahrer und Angestellte öffentlicher Verkehrsbetriebe an.

Griechenland streikt gegen Sparzwang

Nichts geht mehr: Griechenland streikt gegen Sparzwang

Das griechische Finanzministerium will unterdessen Steuersünder und Bürger an den Pranger stellen, die Kapitalflucht begehen und in der Stunde der Not dem Land den Rücken kehren. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos legte den Abgeordneten des Parlaments nun 2495 Namen von Bürgern vor, die Geld ins Ausland geschafft haben oder dem Staat große Summen schulden. Wer genau darauf steht, wurde zunächst nicht bekannt. Einsicht in die “Listen der Schande“, wie Medien sie nennen, haben vorerst nur Abgeordnete.

dpa

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