Tausende Mitarbeiter der Allianz zittern

- München - Die Ungewissheit über den geplanten Konzernumbau und Stellenstreichungen beim Allianz-Konzern dürfte kommende Woche ein Ende finden. Am Donnerstag will sich der Versicherungsriese auf einer Pressekonferenz äußern, zuvor wird das Thema die Gremien des Unternehmens beschäftigen. Betriebsräte fürchten, dass bis zu 10 000 Stellen bedroht sind.Laut "Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung" wird Vorstandschef Michael Diekmann heute mit dem Vorstand über die Pläne entscheiden, am Dienstag würden der Aufsichtsrat und am Mittwoch die Betriebsräte eingeweiht. Diekmann hat den großen Umbau schon lange angekündigt - und dafür auch einige Kritik eingesteckt.

So bemängelten Mitarbeiter auf der Hauptversammlung im Mai 2006, dass trotz Milliardengewinns bis zu 10 000 Stellen in Deutschland gestrichen werden sollten. Diekmann hielt dagegen, die Bündelung der zersplitterten Strukturen sei notwendig, weil das Unternehmen Kunden und Marktanteile verloren habe. Die alte Aufteilung nach Sparten gehe an den Bedürfnissen der Kunden vorbei. Rund 38 000 Mitarbeiter und 11 000 selbstständige Vertreter des Allianz-Konzerns bangen nun schon seit September, wie es weitergeht. Laut dem Zeitungsbericht wird erwartet, dass mehrere tausend Stellen und ein bis zwei der sechs regionalen Verwaltungen gestrichen werden.

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