Tauziehen um Bear Stearns

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New York (dpa) - Auch nach dem deutlich erhöhten Übernahmeangebot der US-Großbank J.P. Morgan für die angeschlagene Investmentbank Bear Stearns lässt die Börse nicht locker.

Einige Anleger spekulieren auf einen noch höheren Kaufpreis und sorgen für einen Kurs der Bear-Stearns-Aktie klar über dem nachgebesserten Angebot von zehn Dollar je Papier. Zum Handelsauftakt am Dienstag notierte die Aktie bei rund elf Dollar.

Auf Druck vieler Aktionäre hin hatte J.P. Morgan Chase am Vortag den als Ramschpreis kritisierten Wert der Übernahmeofferte verfünffacht. Der gut eine Woche zuvor vereinbarte Notverkauf der von der Pleite bedrohten fünftgrößten Investmentbank sollte ursprünglich für nur etwa zwei Dollar je Aktie erfolgen. Bear Stearns ist das bisher prominenteste Opfer der Finanzkrise. Nach der Übernahme sollen Tausende der derzeit rund 14 000 Stellen gestrichen werden.

Unter Experten ist ein angemessener Preis für Bear Stearns heftig umstritten. Kurz vor der Kaufvereinbarung hatte die Aktie trotz eines bereits heftigen Einbruchs noch über 30 Dollar notiert. Einige Analysten meinen dennoch nicht, dass J.P. Morgan den Konkurrenten als Schnäppchen bekomme. Bear Stearns stecke in großen Schwierigkeiten und wäre nichts wert, wenn nicht auch die US-Notenbank über Ausfallgarantien als Retter eingesprungen wäre, schrieben etwa die Experten von Punk Ziegel & Company am Dienstag.

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