Taxifahren wird teurer

- München - Angesichts der explodierenden Spritpreise schließt der Taxiverband Deutschland vereinzelte Preiserhöhungen nicht aus. "Das geht allerdings nicht von heute auf morgen", sagt Vorstandsmitglied Wolfgang Saße. "Notgedrungen wird es Tariferhöhungen geben", bestätigt der Vorsitzende des bayerischen Landesverbands der Taxiunternehmer, Hans Meißner. "Das liegt aber in erster Linie an der miserablen Einkommenssituation der Unternehmen." Allein seit 2001 sei die Zahl der Fahrgäste im Raum München um 30 Prozent gesunken.

Eine Eingabe des Taxiverbands der fünf Verwaltungsbehörden München-Stadt, Landkreis München, Freising, Erding und Oberding liege der Verkehrsbehörde München bereits vor, sagt Hubert Schmidt von der Isarfunk-Taxizentrale.

Schmidt ist "guter Hoffnung", dass die gemeinsame Eingabe erfolgreich sein wird. Um zehn Prozent soll die Taxifahrt teurer werden. "Das wird aus organisatorischen Gründen aber nicht vor Januar der Fall sein." So lange kostet der gefahrene Kilometer laut Meißner noch zwischen 1,45 und 1,20 Euro. Auch der Taxiverband Garmisch-Partenkirchen, in dem 80 Unternehmen organisiert sind, plant eine Preiserhöhung. "Ein Antrag auf Anhebung des Grundtarifs liegt bereits vor", sagt ein Sprecher des Landratsamts. Die genaue Höhe sei indes noch unklar, die Chance, dass dem Antrag stattgegeben wird, ist allerdings hoch. "Die Begründung der Erhöhung mit den gestiegenen Energiepreisen ist einleuchtend."

Aufatmen können dagegen Taxinutzer in den Landkreisen Bad Tölz und Fürstenfeldbruck. Hier scheint man die gestiegenen Sprit-Preise - zumindest noch nicht - auf den Kunden abwälzen zu wollen. "Wir werden vorerst abwarten. Dieses Jahr werden wir aber die Preise nicht erhöhen", verspricht der Vorstand der Fürstenfeldbrucker Taxizentrale, Viktor Arnold. Auch sein Kollege Matthäus Hammerl aus Bad Tölz sträubt sich gegen eine Preiserhöhung. "Dann verlieren wir noch mehr Fahrgäste." Insbesondere die Hauptkundschaft, die Rentner, wolle man nicht vergraulen. Auch in der Starnberger Verkehrsbehörde ist laut Pressesprecher Stefan Diebl "bisher noch kein Antrag auf Tariferhöhung angekündigt oder eingegangen".

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