Technik, Trends und Training

München - Im Sport geht es schon lange nicht mehr nur um Leistung und Können ­ auch das Aussehen und die Ausstattung müssen stimmen. Darauf setzen Händler und Macher der Fachmesse Ispo Sport & Style, und hoffen, mit Lifestyle unabhängiger vom Saison-Geschäft zu werden. Wir zeigen Ihnen, was sich die Hersteller haben einfallen lassen:

Kombinierte Sportarten

In Berlin-Kreuzberg ­ darauf legen die Aussteller Wert ­ ist Speedminton entstanden, eine Mischung aus Tennis, Squash und Badminton. Was wie ein Federball aussieht, ist ein "Speeder", und für den gibt es spezielle Gummiringe, die den Ball schwerer machen, so dass man auch noch bei Windstärke zwei "speeden" kann. Das geht in der Halle und im Freien, nur Platz braucht man, denn der Ball kann bis zu 300 (!) Stundenkilometer schnell werden ­ also nichts für volle Strände. Mit fluoreszierenden Stäbchen ausgestattet fliegen die Geschosse auch in der Nacht gut sichtbar hin und her.

Als einen Mix aus Skateboarden und Surfen bezeichnen die US-Hersteller "Streetsurfing". Dafür braucht man ein "Waveboard", das zwei bewegliche Plattformen und lediglich zwei Räder hat, die sich beide unabhängig voneinander um 360 Grad drehen können. Mit Schwingbewegungen geht es dann vorwärts. Nach den USA und den skandinavischen Ländern soll nun der deutsche Markt erschlossen werden.

Einradfahren für Extreme

"Damit wollen wir die Burschen kriegen", erklärt Aussteller Egon Becker. Noch seien es vor allem jüngere Mädels, die sich für das Einradfahren begeistern. Doch das soll sich mit den Cross-Bikes (siehe kl. Foto) ­ auch Munis genannt ­ ändern. "Die erste halbe Stunde auf dem Sattel ist katastrophal", weiß Becker, aber dann gehe es vorwärts ­ reine Übungssache. Geschult wird dabei vor allem die Koordination, damit sei Einradfahren ein wahres Gehirntraining, betont Becker.

Moderne Technik ­ technische Mode

Nicht nur die Grenzen zwischen Sport und Mode verschwimmen ­ auch die Technik fließt immer mehr ein. Die Nobelmarke Bogner zum Beispiel präsentiert auf der Ispo Kleidung aus der neuen Kollektion "Fire+Ice" mit speziellen Taschen und Kabelausgänge für den MP3-Player. Andere Hersteller gehen noch weiter, mit "wear\-able technologies" ­ tragbaren Technologien. Kühlsysteme in Schutzjacken, Einkaufstaschen mit eingebauter Solartechnik ­ die Kreativität kennt keine Grenzen.

Bei der Jury des Jungunternehmer-Wettbewerbs der Sportindustrie fanden unter anderem die Sonnenbrillen der deutschen Firma Triggernaut (siehe großes Foto) Anklang, die mit verschiedenen Bändern, Bügeln und Windschutzeinsätzen kombiniert werden können.

Mit einem Preis bedacht wurden auch die "Naturistick Düngerstollen" von Daniel Wilhelms. In die Schraubstollen ist eine Schicht Düngersubstanz eingearbeitet, so dass Fußballer bei jedem Schritt wertvolle Stoffe an den Rasen abgeben (www.daniel-wilhelms. com).

Absoluter Favorit der Jury war jedoch der "Easy-Glider", ein eletronischer Roller aus der Schweiz (siehe kleines Foto). Er funktioniert entweder als Zugmaschine für Inlineskater oder mit einem speziellen Anhänger als fahrbarer Untersatz. Ohne Schadstoffe und ohne Geräusche flitzt er bis zu 20 km/h schnell. Beim Bergabfahren oder Bremsen lädt die überschüssige Energie die Batterie wieder auf.

Aber es geht auf der Ispo auch ganz ohne Hightech, wie das Comeback der Flachs- und Leinenschuhe Espandrillos oder der Siegeszug der Plastik-Clogs zeigen ­ beide absolut sportlich und stylisch.

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