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Weitere Hiobsbotschaft für Teldafax-Kunden: Die Lieferung wird ab Samstag ausgesetzt, wird aber von den Grundversorgern übernommen

Teldafax setzt Energielieferungen aus

Troisdorf - Weitere Hiobsbotschaft für Teldafax-Kunden. Der Energiekonzern muss seine Energielieferung aussetzen. Das Moratorium beginnt ab Samstag und ist "notwendig geworden".

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Energieriese Teldafax stellt Insolvenzantrag

Der insolvente Billiganbieter Teldafax setzt die Belieferung seiner Kunden mit Strom und Gas aus. Diese Maßnahme sei vorübergehend, teilte Teldafax am Freitag in Troisdorf bei Bonn mit. Die Belieferung der Kunden werde von diesem Samstag an von den Grundversorgern der jeweiligen Gebiete übernommen. Eine lückenlose Versorgung der Verbraucher sei damit sichergestellt.

“Das Moratorium ist notwendig geworden, weil die finanzielle Lage des Unternehmens zu den gegenwärtigen Vertragsbedingungen keine Belieferung aller Kunden erlaubt“, erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Biner Bähr laut Mitteilung. Momentan liefen Gespräche mit Investoren, um den Geschäftsbetrieb kurzfristig wieder auf eine solide Grundlage zu stellen. Es soll sich um Investoren aus der Branche handeln. Aus Geschäftskreisen hieß es, es könne sich bei den Verhandlungen um wenige Tage handeln.

Die Kunden müssen für die Lieferungen der Grundversorger zunächst finanziell selbst aufkommen, wie ein Sprecher Bährs sagte. Das sei aber ein geringer Aufwand. Sie besäßen jetzt ein außergewöhnliches Kündigungsrecht, könnten aber auch bei Teldafax bleiben. Derzeit hat das Unternehmen noch etwa 350 000 von ehemals rund 700 000 Kunden. Zahlreiche Netzgesellschaften hatten in den vergangenen Monaten die Durchleitungsverträge gekündigt, weil Teldafax in Zahlungsschwierigkeiten steckte. Die Belieferung der Kunden übernahmen dann die Grundversorger. Die Kunden konnten sich anschließend aber auch neue Anbieter suchen.

Teldafax hatte am vergangenen Dienstag Insolvenz beim Amtsgericht Bonn beantragt. Finanzielle Schwierigkeiten wurden aber bereits 2010 bekannt. Das Geschäftsprinzip, bei mehrmonatiger bis einjähriger Vorauskasse günstige Konditionen zu bieten, hatte offensichtlich zu Engpässen geführt. Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt seit Monaten wegen möglicher Insolvenzverschleppung.

dpa

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