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Mit ihren Entschädigungen kann die Telekom nicht alle Kunden erreichen.

Unternehmen sorgt für Ärger

Telekom bietet unbrauchbaren Tarif an - als Kunden entschädigt werden sollen, folgt Blamage

Die Telekom stellt ihre ISDN-Verbindungen um. Das Unternehmen bietet betroffenen Kunden andere Tarife an und blamiert sich dabei.

Bonn - Es gehört für die meisten zum Alltag, eine stabile und zuverlässige Internetverbindung nutzen zu können. Doch oft bleiben diejenigen, die abgelegen auf dem Land wohnen, von einer adäquaten Versorgung außen vor.

Sie werden an die städtischen Netze nicht angeschlossen und müssen mit einer schwächelnden Leitung Vorlieb nehmen. Das könnte sich in naher Zukunft sogar noch verstärken. Denn die Telekom stellt gerade auf das moderne Internet-Protokoll (IP) um. Das wird allerdings dort zu einem Problem, wo die alten ISDN-Leitungen genutzt werden. Werden die ISDN-Tarife eingestellt, droht einigen Landbewohnern sogar der Ausschluss vom Netz.

Telekom bietet Tarif an, den es nicht gibt

Wie das ZDF berichtet, können die für die ISDN-Technologie genutzten Kupferleitungen nicht für den IP-Standard genutzt werden, da sie nicht die Verbindungsgeschwindigkeiten unterstützen. Somit entpuppte sich auch für einige ISDN-Kunden der Telekom ein Angebot als unbrauchbar, das ihnen das Unternehmen angeboten hatte: Ihnen wurde der Tarif „Magenta Zuhause M“ angeboten. Das dazugehörige Versprechen er Telekom lautete: „Genießen Sie dabei Highspeed-Internet mit bis zu 50 Mbit/s im Download und mit bis zu 10 Mbit/s im Upload.“

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Langzeitmessungen haben laut dem ZDF  in Leer (Niedersachsen) ergeben, dass diese Geschwindigkeit aus technischen Gründen gar nicht gewährleistet werden kann. Die genutzten Kupferleitungen erlauben demnach nur eine Uploadgeschwindigkeit von bis zu sechs Kilobit pro Sekunde und Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 40 Kilobit pro Sekunde.

Telekom: Auch von zweiter Entschädigung profitieren nicht alle Betroffenen

Die Telekom wurde mit den Auswertungen konfrontiert. Daraufhin lenkte sie ein und unterbreitete den Kunden ein weiteres Angebot. Sie stellte den Kunden ein anderes Produkt in Aussicht, nämlich den Tarif „Magenta Zuhause mit Funk“. Doch auch diesen Dienst kann die Telekom nicht flächendeckend anbieten. Unter anderem in Teilen Ostfrieslands und des Schwarzwalds scheitert es daran, dass es keine ausreichende Mobilfunkabdeckung gibt.

In diesen Regionen haben die Kunden nur die Möglichkeit, den Tarif "Call Standard über MSAN POTS" zu nutzen - und der bietet Steinzeit-Internet und damit die Geschwindigkeit, die man noch aus der Zeit des analogen Telefonanschlusses kennt.

Während für viele Menschen die Nutzung des Internets in erster Linie ein netter Zeitvertreib ist, ist sie insbesondere für die Bewohner ländlicher Gebiete die Grundlage zum Überleben.In der Landwirtschaft erhalten digitale Produktionsstätten immer häufiger Einzug. Sie steigern die Produktivität der Betriebe. Auch der Ausbau des Mobilfunknetzes ist für die Wirtschaft wichtig. Deswegen kann die Industrie davon profitieren, wenn der 5G-Standard umgesetzt wird.

Video: Zu viele Funklöcher - Telekom bittet Nutzer um Mithilfe

dg

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