Telekom ist gerüstet

Streik: - Bonn - Die Deutsche Telekom hat die Hoffnungen auf eine Einigung mit ver.di im Streit um den Konzernumbau begraben. "Der Streik ist für uns ein klares Signal, dass ver.di derzeit nicht zu Gesprächen bereit ist", sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick in Bonn. Er sei weiterhin verhandlungsbereit. "Unsere Tür steht weiter offen."

Eick bedauerte, dass mit ver.di in fünf Verhandlungsrunden kein Kompromiss erzielt werden konnte. "Wir hatten gehofft, dass wir einen spezifischen Tarifvertrag mit ver.di hätten abschließen können." Für die Streiks von ver.di, die am Freitag anliefen, sieht sich die Telekom gerüstet. "Wir haben ein Kontrollzentrum eingerichtet, um flexibel reagieren zu können", sagte Eick. Größere Auswirkungen durch die Streiks erwartet er nicht. Die Beeinträchtigung für die Kunden sollten damit so gering wie möglich gehalten werden. "Wir hoffen auf Verständnis bei den Kunden."

Das Unternehmen will nun die Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern in den neuen Bereich T-Service im Alleingang vollziehen. "Wir werden nun entscheiden müssen, welchen Tarifvertrag wir jeweils wählen werden, wenn ver.di weiter hart bleibt." Für die betroffenen Mitarbeiter gelte dann ab sofort der neue Tarifvertrag. Eick favorisiert dabei Tarifverträge, die die Telekom mit ver.di für die Mobilfunksparte T-Mobile geschlossen hat. Einen Verkauf Teilen der Servicebereiche schloss er nicht aus.

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