Telekom-Konflikt: ver.di-Chef fordert Bund zum Einschreiten auf

- Hamburg/Düsseldorf - ver.di-Chef Frank Bsirske fordert angesichts der Pläne der Telekom, 50 000 Stellen auszulagern, ein Machtwort des Staates. "Der Bund darf nicht nur die Höhe der Dividende sehen, sondern muss auch die soziale Ausgewogenheit bei der Telekom im Blick haben.

Die Beschäftigten erwarten daher, dass die Bundesregierung mäßigend auf das Management einwirkt, um von der Konfrontation wieder zu einem Dialog zurückzukehren", sagte Frank Bsirske der "Welt am Sonntag". Bsirske hält einen Streik für wahrscheinlich.

Der Bund hält noch direkt knapp 15 Prozent und indirekt, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, weitere knapp 17 Prozent der Telekom- Aktien. Der ver.di-Chef wirft dem Telekom-Vorstand Fehlverhalten vor. Erfolg erreiche man nicht, "indem man die Beschäftigten beleidigt, beschimpft und bedroht, so wie der Vorstand der Telekom das gegenwärtig tut. Da hilft am Ende möglicherweise nur der Arbeitskampf, damit der Telekom-Vorstand seinen Kurs ändert und zurückfindet zu einer Erfolg versprechenden Perspektive für das Unternehmen wie für die Beschäftigten", sagte Bsirske.

Bei der Telekom dürfe sich "niemand wundern, wenn den Kollegen dort der Kamm schwillt", so Bsirske. "Ein Sanierungskonzept nach dem Motto 'Rendite rauf, Löhne runter, Arbeitsplätze weg' ist nicht nur für sie eine Zumutung und eine Provokation."

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