Telekom muss billiger vermieten

- Bonn - Die Regulierungsbehörde hat die Einmalentgelte für die Vermietung von Telefonanschlüssen der Telekom an Konkurrenten gesenkt. Rückwirkend zum 1. Juli würden die einmaligen Bereitstellungsentgelte um rund zehn Prozent auf 43,10 Euro verringert, teilte die Bundesnetzagentur mit. Telekom-Konkurrenten erwarten nun eine Belebung des DSL-Wettbewerbs.

Die Deutsche Telekom ist mit 39 Millionen Telefonkanälen der weitaus größte Anbieter von Anschlüssen. Ende 2004 waren davon lediglich knapp zwei Millionen an Konkurrenten vermietet. Mit der Vermietung von Anschlüssen will die Regulierungsbehörde den TelekomWettbewerbern den direkten Zugang zu den Kunden erleichtern. Bislang findet der Wettbewerb im deutschen Festnetz vor allem über Vorschaltnummern statt.

Die monatlichen Gebühren für eine Mitnutzung eines Telefonanschlusses wurden um fünf Prozent auf 2,31 Euro reduziert. Dabei wird der Teilnehmeranschluss in einen Telefonie- und Breitbandanschluss getrennt. Mit der Telekom konkurrierende DSL-Anbieter erhalten damit einen direkten Zugang zum Endkunden. Nach Angaben des Bonner Konzerns nutzen allerdings nur wenige Tausend diese Möglichkeit.

Die Wettbewerber begrüßten die Entscheidung des Regulierers: "Es besteht nunmehr die Aussicht auf mehr Wettbewerb und Produktvielfalt im deutschen Breitbandmarkt", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Branchenverbands VATM. Die Telekom kritisierte die Entscheidung und prüft den Klageweg.

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