Telekom muss ihre Gebühren senken

- Bonn - Die Deutsche Telekom muss ihren Konkurrenten Telefonanschlüsse zum Endkunden künftig billiger vermieten. Rückwirkend zum 1. April 2005 werde der Preis für die Anschlussmiete auf der letzten Meile von 11,80 Euro auf 10,65 Euro abgesenkt, kündigte die Regulierungsbehörde an.

Damit gerät die Telekom vor allem im Geschäft mit den schnellen Internetanschlüssen DSL weiter unter Druck. Die neue Anschlussmiete schaffe für die nächsten zwei Jahre Planungssicherheit und gebe zusätzliche Signale für die Förderung des Wettbewerbs im Breitband, sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth.<BR><BR>"Wir bedauern die Entscheidung", sagte dagegen ein Konzernsprecher in Bonn. Die Telekom wollte statt einer Senkung eine Erhöhung auf 17,40 Euro durchsetzen. Für ihre Konkurrenten ist die TAL das entscheidende Vorprodukt, um wettbewerbsfähige Produkte wie DSL-Anschlüsse im Markt zu platzieren.<BR><BR>Bei den Wettbewerbern stieß die Entscheidung der Regulierungsbehörde nur zum Teil auf positives Echo. Die Weichen für mehr Wettbewerb seien zwar gestellt worden, doch bleibe der festgelegte Preis deutlich hinter den Erwartungen zurück, erklärte der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). "Zu einem kräftigen Impuls für die Wirtschaft wird es nun nur kommen, wenn auch die überhöhten Einmalentgelte auf ein wettbewerblich angemessenes Maß gesenkt werden", sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.<BR>

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