Telekom-Offensive - Vodafone bleibt dran

Besserer Service: - Berlin -­ Mit einem verbesserten Kundenservice, einfachen Produkten sowie längeren und flexiblen Arbeitszeiten will die Telekom die angeschlagene Festnetzsparte wieder flottmachen. In Deutschland müssten alle T-Marken kundenfreundlicher präsentiert werden, sagte der Vorstandschef der Deutschen Telekom, René Obermann. Service werde zum Umsatz- und Renditetreiber.

Wenige Tage nach der Gewinnwarnung zeigte sich Obermann zuversichtlich, dass die neue Ergebnis-Prognose für 2007 zu erreichen sei. "Eine nochmalige Korrektur wäre nicht nur unangenehm, sondern auch sehr, sehr schädlich", betonte er. Für 2007 habe sich das Unternehmen vorgenommen, mehr in Marktmaßnahmen zu investieren. Eine Langfriststrategie will der Vorstand Anfang März präsentieren.

Als eine erste Reaktion auf das harte Wettbewerbsumfeld beschloss der Vorstand eine engere Verzahnung der Festnetz- und Mobilfunksparte. Damit sollen Telekom-Produkte aus einer Hand angeboten werden. Von den neuen Bündeltarifen verspricht sich die Gesellschaft einen höheren Umsatz pro Kunden. "Da legen wir den Fokus drauf", sagte der Chef der Festnetzsparte, Timotheus Höttges. Als Beispiel für neue Dienste nannte er Fernsehen über das Internet, das über das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL übertragen wird. Als "nicht zufriedenstellend" bezeichnete er die Erreichbarkeit der Callcenter und die Wartezeiten in den T-Punkt-Läden.Unterdessen räumte Obermann ein, dass der Kundenschwund im klassischen Telefongeschäft trotz aller Service-Verbesserungen zunächst weiter gehe. Es sei nicht realistisch, diese Entwicklung stoppen zu können, sagte er.

Unterdessen ließ Vodafone wissen, dass man der Telekom weitere Festnetzkunden abjagen wolle. Im vierten Quartal 2006 sei die Kundenzahl in Deutschland netto um mehr als 700 000 auf 30,6 Millionen geklettert. Damit bleibe der Konzern die Nummer zwei hinter T-Mobile (31,4 Millionen Kunden).

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