Telekom mit Schub bei DSL-Kunden - Verlust bei Telefonanschlüssen

Bonn/Berlin - Angetrieben durch neue kombinierte Angebote hat die Deutsche Telekom 2007 im Breitbandgeschäft einen kräftigen Kundenzuwachs verzeichnet. Die Zahl der direkten DSL-Kunden sei in Deutschland um fast zwei Millionen oder 27 Prozent auf gut neun Millionen geklettert, teilte der Konzern am Dienstag in Berlin mit.

Bei den traditionellen Festnetzanschlüssen verbuchte Europas größter Telekom-Konzern dagegen erneut einen starken Rückgang. So verlor das Unternehmen wie schon ein Jahr zuvor 2,1 Millionen Kunden an seine Wettbewerber. Damit habe die Telekom noch einen Marktanteil von über 80 Prozent, sagte Festnetzchef Timotheus Höttges.

Im vierten Quartal kam die Telekom auf einen Anteil am DSL-Neukundengeschäft von rund 44 Prozent. Der Rest entfiel auf konkurrierende Netzbetreiber wie Telefónica und Arcor sowie TV-Kabelnetzbetreiber. T-Home nehme durch die positive Entwicklung der Komplettangebote im Inland wieder eine Spitzenposition bei DSL-Anschlüssen ein. "Auch im laufenden Jahr wollen wir unsere Marktführerschaft behalten", sagte Höttges.

Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr seine Strategie gewechselt, es nimmt nun verstärkt Kunden direkt unter Vertrag und bietet diesen kombinierte Angebote von Internet, Telefon und Medieninhalten an. Zuvor hatte die Telekom DSL-Kunden vor allem über Partner wie United Internet und Freenet gewonnen. Im Schlussquartal kam der Vertrieb über Dritte praktisch zum Erliegen.

Kräftige Zuwächse verzeichnete der Bonner Konzern auch im Mobilfunkgeschäft, wobei im vergangenen Jahr vor allem die US-Tochter glänzte. Rund 951000 Menschen unterzeichneten einen Vertrag bei T-Mobile USA, womit die Kundenbasis auf 28,7 Millionen wuchs. In Deutschland gewann T-Mobile 1,5 Millionen neue Nutzer. Zum Jahreswechsel hatte der Marktführer knapp 36 Millionen SIM-Karten in seinem Bestand, weltweit waren es 120 Millionen.

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