Telekom setzt auf aggressive Strategie

- Bonn - Der wegen massiver Kundenverluste in die Kritik geratene Telekom- Chef Kai-Uwe Ricke will den Konzern mit einer aggressiven Strategie zum Erfolg führen. Der Aufsichtsrat stimmte nach einer zweitägigen Klausurtagung den Vorschlägen Rickes zu. "Entscheidende Schlüsselfunktionen" würden künftig zentral zusammengefasst und entsprechend die Zuständigkeiten im Vorstand neu verteilt, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Damit sind Spekulationen über eine Ablösung Rickes zumindest vorerst vom Tisch. Er habe vom Aufsichtsrat keine Fristen gesetzt bekommen, betonte der Manager. Ricke hatte zur Halbjahresbilanz am 10. August die Erwartungen für Umsatz und Gewinn der Telekom für das laufende Jahr zurücknehmen müssen. Der ehemalige Monopolist hatte allein in den ersten sechs Monaten des Jahres rund eine Million Festnetzkunden verloren.

Der gesamte Vertrieb in Deutschland über die T-Punkt genannten Läden, wird zusammengefasst und steht künftig unter Leitung von T-Mobile-Chef René Obermann. Ricke legte zudem ein Programm unter dem Titel "Telekom 2010" vor, mit dem er die Umsätze stabilisieren und die Gewinne verbessern will. Elemente sind unter anderem ein besserer Kundenservice und die Umstellung des gesamten Netzes auf die kostengünstigere IP-Technik.

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