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Milliarden-Zukauf

Telekom stopft Löcher im US-Mobilfunknetz

Bellevue - Die Deutsche Telekom greift auf dem wichtigen US-Mobilfunkmarkt weiter an. Die Tochter T-Mobile US will mit einem rund 3,3 Milliarden Dollar schweren Zukauf von Sendefrequenzen den Empfang verbessern.

Damit soll die Bandbreite für die datenhungrigen Smartphones erhöht werden. Das Unternehmen ist der viertgrößte Mobilfunk-Anbieter in den Vereinigten Staaten.

T-Mobile US übernehme vom Marktführer Verizon „Frequenzen im unteren Bereich in vielen der amerikanischen Topmärkte“, erklärte Firmenchef John Legere am Montag am Sitz in Bellevue. Die gekauften Frequenzen verfügen über eine größere technische Reichweite; sie erhöhen damit den Empfang im ländlichen Raum und innerhalb von Gebäuden.

Die Telekom-Tochter hatte im vergangenen Jahr den Regionalanbieter MetroPCS geschluckt und versucht seitdem, durch neue Tarife und einen Ausbau des bislang löchrigen Netzes zu den Rivalen aufzuschließen. Zuletzt konnte T-Mobile US wieder mehr Kunden gewinnen.

Erst im November hatte sich das börsennotierte Unternehmen am Kapitalmarkt frisches Geld für den Netzausbau besorgt. T-Mobile US zahlt Verizon nun knapp 2,4 Milliarden Dollar in bar und legt noch eigene Frequenzlizenzen im Wert von 950 Millionen Dollar oben drauf. Das Geschäft soll bis zur Jahresmitte abgeschlossen sein; die Behörden müssen noch zustimmen.

dpa

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