Telekom-Beamte schon mit 55 in Pension

- Berlin/München - Die geplante Vorruhestandsregelung für Beamte der Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost stärkt nach Ansicht der Regierung die Wettbewerbsfähigkeit der Staatsbeteiligungen. Die "sozialverträglichen" Maßnahmen würden sich positiv auf die Ertragskraft der Unternehmen auswirken, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig. Für den Bundeshaushalt sei die Frühpensionierung haushaltsneutral. Die nötigen Milliarden-Beträge müssten die Unternehmen aufbringen.

Profitieren wird von dieser Regelung vor allem die Deutsche Telekom, bei der bis Ende 2008 freiwillig 32 000 Mitarbeiter gehen sollen. In dem Zeitraum sollen 10 000 Beamte das Unternehmen verlassen. Davon werden 7000 voraussichtlich schon mit 55 in den Vorruhestand gehen, der Rest über natürliche Fluktuation ausscheiden. Post und Postbank wollen von dem Gesetz keinen Gebrauch machen. "Wir wollen unsere Beamten weiter beschäftigen, die Frühpensionierung ist daher nicht erforderlich", sagte Uwe Bensien, Sprecher der Post in Bonn. 60 000 der 210 000 in Deutschland bei der Post Beschäftigten sind beamtet.

Anton Hirtreiter von der Gewerkschaft Verdi in Bayern hält die Vorruhestandsregelung für "klar positiv". Er hege die Hoffnung, dass dadurch die eine oder andere Stelle für Jüngere frei werde.

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