Telekom-Personalchef rechnet mit weiterem Stellenabbau

- Bonn - Der angekündigte Personalabbau von 32 000 Mitarbeitern bei der Telekom wird nach Einschätzung ihres Personalchefs Heinz Klinkhammer nicht "das Ende der Fahnenstange" sein.

Es wäre unredlich, jetzt den Eindruck zu erwecken, als ob der Konzernumbau damit bereits abgeschlossen sei, sagte Klinkhammer der Süddeutschen Zeitung (Montagausgabe). "Ich hoffe zwar, dass sich das Tempo verlangsamt, aber die Richtung bleibt bis auf weiteres unverändert", sagte Klinkhammer. So wäre eine Zusage, zumindest bis Ende 2008, das Thema Arbeitsplatzabbau bei der T-Com für tabu zu erklären, eine "glatte Lüge", sagte Klinkhammer.

Er zeigte sich enttäuscht über die Ablehnung des Kompromisses beim geplanten Stellenabbau durch ver.di. Wenn die Gewerkschaft jetzt den Eindruck erwecke, als ob sich die Telekom bei den Verhandlungen nur unzureichend bewegt habe und obendrein noch Forderungen draufgesattelt habe, dann sei das schlicht falsch.

Die starke Zersplitterung ihrer 96 CallCenter mit zum Teil weniger als 50 Mitarbeitern führe dazu, dass die T-Com derzeit hoffnungslos unwirtschaftlich gegenüber ihren Wettbewerbern mit wenigen personalstarken Einheiten arbeite. Für weitere Gespräche mit ver.di werde die Telekom zwar "nicht die Tür zuschlagen". Je mehr das Unternehmen aber schon aus Zeitgründen gezwungen sein werde, die beschlossenen Maßnahmen in eigener Kompetenz umzusetzen, desto weniger Verhandlungsmasse werde es für Nachbesserungen geben. Dies gelte besonders für die Abfindungsregelungen.

Die Telekom bietet in einer bis Ende August befristeten Aktion den Angestellten Abfindungen von bis zu 200 000 Euro an. Die Telekom beziffert die Kosten für den Stellenabbau auf 3,3 Milliarden Euro. Der Personalumbau geschehe auf "freiwilliger Basis", hatte Klinkhammer vergangene Woche in einem Brief an die Beschäftigten bekräftigt. Eine Zustimmung der Gewerkschaften ist daher nicht zwingend notwendig, erleichtert aber die Umsetzung.

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