Telekom-Stellenabbau belastet Steuerzahler

- München - Der geplante Stellenabbau bei der Deutschen Telekom kommt nach Informationen des "Focus" den Steuerzahler teuer zu stehen. Wie das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Berliner Regierungskreise schreibt, sind unter den 32 000 Mitarbeitern, die das Unternehmen bis 2008 los werden will, mindestens 20 000 Beamte. Die von der Telekom geplante Vorruhestandsregelung koste den Bund "im günstigsten Fall" eine halbe Milliarde Euro zusätzlich im Jahr. Insgesamt müsse der Steuerzahler damit für die früher bei der Bundespost beschäftigten Beamten jährlich mehr als sechs Milliarden Euro aufwenden.

Die Telekom bezeichnete den Bericht als "Spekulation" und die Größenordnung von 20 000 als "nicht nachvollziehbar". Es sei viel zu früh, etwas über die Zahl der ausscheidenden Beamten zu sagen, meinte ein Telekom-Sprecher. Es seien mit Berlin noch gar keine Gespräche geführt worden. Das werde erst nach Bildung der neuen Bundesregierung passieren.

Die Geschäftskunden der Telekom sehen durch den Stellenabbau einen schlechteren Service kommen. "Es ist zu befürchten, dass die Stellen vor allem auf der untersten Ebene der Techniker und in den Call-Centern gestrichen werden, also im Service", sagte Manfred Rühl, Vorstand beim Deutschen Verband für Post und Telekommunikation. Davon seien vor allem Privatkunden betroffen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Irischer Spielwarenhändler kauft deutsche Toys-R-Us-Läden
Der Schriftzug Toys R Us wird verschwinden, die fast 100 Spielzeugläden des einstigen US-Giganten im deutschsprachigen Raum sollen aber unter der Regie eines neuen …
Irischer Spielwarenhändler kauft deutsche Toys-R-Us-Läden
Allianz gegen Autobranche: Treuhänder soll Unfalldaten hüten
Autounfälle sind immer ärgerlich, auch wenn sie glimpflich ausgehen. Und ganz grundsätzlichen Ärger darum gibt es nun auch zwischen Versicherungen und Autoherstellern.
Allianz gegen Autobranche: Treuhänder soll Unfalldaten hüten
Dax schließt etwas leichter
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich auch am Freitag vorwiegend zurückgehalten. Wie schon während der vergangenen zwei Handelstage …
Dax schließt etwas leichter
Zwei Milliarden Euro Schaden wegen Rastatter Bahnsperrung
Rastatt/Berlin (dpa) - Der Einbruch der Bahn-Tunnelbaustelle in Rastatt und die folgende Sperrung der Rheintalbahn haben nach einer Studie einen volkswirtschaftlichen …
Zwei Milliarden Euro Schaden wegen Rastatter Bahnsperrung

Kommentare