Tempolimit, Gurtpflicht, Parkverbot: Was Verkehrsverstöße kosten

- Ob vom Blitz getroffen, ohne Gurt erwischt oder im Parkverbot gestanden - wie Verkehrssünden bestraft werden, listet der Verwarnungs- und Bußgeldkatalog auf. Er soll bundesweit einheitliche Strafen gewährleisten - tatsächlich hängt es aber auch vom Verhalten nach der Tat ab, wie schwer ein Verstoß geahndet wird.

<P>Hatte ein Verstoß keine außergewöhnlichen Folgen und ist der Ertappte kein Dauer-Täter, kann er mit einer Standard-Strafe rechnen. Unsere Tabelle listet einige klassische Verkehrsverstöße auf. Diese bleiben - im Gegensatz etwa zu Strafen für das Telefonieren am Steuer (siehe Kasten links) _ auch über den 1. April hinaus unverändert.</P><P>Verwarnungsgeld<BR>Das Verwarnungsgeld betrifft kleinere Vergehen und beträgt 5 bis 35 Euro. In der Regel werde ein Verwarnungsgeldangebot gemacht und eine Zahlungsfrist von einer Woche gesetzt, erklärt der ADAC auf seiner Internet-Seite. </P><P>Bußgeld<BR>Für schwerer wiegende Vergehen werden Bußgelder - zwischen 40 und 750 Euro - ausgesprochen. Außerdem kann es hier Punkte in Flensburg und Fahrverbot geben. Was viele offenbar nicht wissen: Wer sich auf der Autobahn nicht an das Rechtsfahrgebot hält und so andere behindert, fällt unter diese Kategorie. Er muss mit 40 Euro und einem Punkt rechnen.</P><P>Der Betroffene erhält in der Regel einen Anhörungsbogen, der persönliche Daten abfragt. "Der Angeschriebene muss antworten, doch zum Tatvorwurf äußert er sich besser nicht. Schnell hat er sich mit unbedachten Angaben belastet", warnt die Stiftung Warentest. Darauf folgt der Bußgeldbescheid. Unternimmt die Behörde innerhalb von drei Monaten nichts, verjähren demzufolge viele Ordnungswidrigkeiten. Die behördeninterne Anordnung, einen Beschuldigten anzuhören, stoppe den Fristablauf aber schon. Wer sich wehren will - weil er etwa Messfehler bei einer Tempokontrolle unterstellt - braucht oft Hilfe eines Anwalts, rät die Stiftung Warentest.</P>

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