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Tesla: Neuer Auslieferungsrekord - E-Autopionier trotzt der Corona-Pandemie

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Von: Thomas Schmidtutz

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Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien: Während die Corona-Pandemie den Automarkt insgesamt ausbremst, legt Tesla weiter kräftig zu.
Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien: Während die Corona-Pandemie den Automarkt insgesamt ausbremst, legt Tesla weiter kräftig zu. © Picture Alliance/dpa

Die Corona-Pandemie hat den Autobauern weltweit schwer zugesetzt. Doch der amerikanische E-Autopionier Tesla lässt sich davon nicht beirren und fährt neue Rekordzahlen ein.

München – Der US-E-Autopionier Tesla* nimmt trotz der weltweiten Corona-Krise weiter Fahrt auf. Im abgelaufenen dritten Quartal steigerten die Kalifornier die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr um rund 43 Prozent auf den neuen Rekordwert von rund 139.000 Fahrzeuge, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten hatten Tesla für Juli bis September dagegen lediglich 129.500 Autos zugetraut.

Haupt-Absatzträger war das günstigere Model 3 sowie der Kompakt-SUV Model Y. Angaben zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung machte das Unternehmen zunächst nicht. Tesla hatte zuletzt erstmals in seiner Unternehmensgeschichte vier Quartale in Folge operativ Gewinne ausgewiesen.

Von Januar bis September hat das Unternehmen insgesamt rund 318.500 Fahrzeuge ausgeliefert. Damit hat Tesla bereits jetzt so viele Autos an Kunden ausgeliefert wie im gesamten Vorjahr. Auch die Produktion lag mit rund 330.000 Autos auf einem neuen Höchststand. Hier half vor allem der Anlauf des neuen Werks in Shanghai. Tesla hatte zuletzt mit zahlreichen technischen Problemen in seinen Autos* und seinen Werken zu kämpfen. Daher verfolgen Investoren aufmerksam die Entwicklung bei der Zahl der gebauten Fahrzeuge.

Tesla: Elon Musk peilt für das Gesamtjahr Absatz von 500.000 Fahrzeuge an

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Konzern-Chef Elon Musk auf dem „Battery Day“ des Unternehmens zuversichtlich gezeigt, die Auslieferung im laufenden Jahr um 30 bis 40 Prozent zu steigern. Dies entspräche rund 500.000 Autos. Um die fehlenden rund 181.500 Autos zu produzieren, müsste der E-Autobauer im Schlussquartal allerdings noch mal deutlich zulegen.

Zudem hatte Musk auf der Veranstaltung angekündigt, bis zum Jahr 2023 einen Tesla für unter 25.000 Dollar auf den Markt zu bringen. Die nötigen Einsparungen erhofft sich der Multi-Unternehmer von zahlreichen Verbesserungen in der Batterie-Produktion, wie dem weitgehenden Verzicht auf das teure und umstrittene Kobalt. Experten wie Autopapst Ferdinand Dudenhöffer* trauen dem Unternehmen ein entsprechendes Fahrzeug zu.

Tesla-Investoren zeigten sich am Freitag von den jüngsten Fortschritten bei Produktion und Auslieferung indes wenig beeindruckt. Am Freitag gab die Tesla-Aktie um rund 4,6 Prozent nach und damit deutlich kräftiger als der Gesamtmarkt.

Tesla baut die Modelle S, X, 3 und Y in seinem US-Werk in Fremont, Kalifornien. Das Model 3 läuft auch im Werk im chinesischen Shanghai vom Band. Dazu baut der Konzern zwei neue Produktionsstandorte in Austin im US-Bundesstaat Texas sowie in Grünheide in Brandenburg. Der Standort in der Nähe von Berlin soll den europäischen Markt bedienen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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