Ein Auto der Marke Tesla Model X steht im Ausstellungsraum eines Autohauses in Berlin
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Mit Software-Updates können Tesla-Autos um viele Funktionalitäten erweitert werden (Symbolbild)

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Kinderleicht: Baby shoppt bei Tesla und ordert für 10.000 Dollar Upgrade für Model X

  • Markus Hofstetter
    VonMarkus Hofstetter
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Bei Tesla lassen sich kinderleicht Software-Upgrades für die Elektroautos bestellen. Das hat nun ein Baby bewiesen, das ein teures Selbstfahrpaket gekauft hat.

Palo Alto - Tesla macht es Autobesitzern geradezu einfach, für ihre Fahrzeuge Software-Upgrades zu bestellen. So reicht ein dreimaliges Tippen in der Tesla-App, um ein Extra zu kaufen. Dies scheint sogar babyleicht zu sein, wenn man das Video der Tiktok-Userin „stayfitstaylit“ betrachtet.

Vorausschicken muss man, dass alle neuen Tesla-Modelle standardmäßig mit der Hardware für die Autopilot-Funktionalität ausgestattet sind. Hat man diese Funktionalität beim Kauf nicht geordert, kann sie nachträglich per Software-Update erworben werden. In den USA stellt Tesla dafür 10.000 Dollar plus Steuer in Rechnung, in Deutschland sind es 7500 Euro. 

Zehn Monate altes Baby shoppt bei Tesla: Kauf nach 48 Stunden nicht mehr rückgängig zu machen

„Unser Sohn hat beschlossen, dass wir das Selbstfahrpaket benötigen, über das wir zuvor diskutiert haben“, beschreibt der Tiktok-User kurz die Situation. In dem Video wird zunächst eine Kaufbestätigung gezeigt. „Product Puchased: Full Self-Driving Capability“ steht da. Es gibt auch den Hinweis, dass solche Transaktionen nach 48 Stunden nicht mehr rückgängig gemacht werden können, was noch wichtig wird. Danach wird der unschuldig lächelnde „Übeltäter“ eingeblendet.

@stayfitstaylit

Well our son decided we needed the self driving package we debated on before 🥲😬💀 #tesla #teslaworld #ohno #foryou #fyp

♬ Oh No - Kreepa

Der Familie fiel der Kauf erst auf, als das Geld, laut Rechnung 10.000 Dollar plus Steuer, vom Bankkonto abgebucht wurde. Die Kontodaten sind normalerweise im Tesla-Profil hinterlegt. Doch der 48-Stunden-Zeitraum für eine Rückabwicklung war bereits verstrichen. Verzweifelt stellt die Userin noch die Frage: „Warum gibt es kein Passwort oder eine Sicherheitsmaßnahme bevor man diesen Kauf macht?“

Doch anscheinend hat man sich zwischenzeitlich mit dem versehentlichen Kauf des Sohnes arrangiert. Denn in einem weiteren Videoschnipsel ist zu sehen, wie der Vater mit dem Smartphone in der Hand ein weißes Model X ohne Fahrer am Steuer aus der Garage auf sich zurollen lässt. Dabei handelt es sich offenbar um die Smart Summon-Funktion der Full Self-Driving-Suite. 

Zehn Monate altes Baby shoppt bei Tesla: Auch Erwachsene machen unbeabsichtigte Käufe

Dass es überhaupt den 48-Stunden-Zeitraum für eine Rückabwicklung bei App-Käufen von Tesla gibt, war laut dem Portal Teslamag einem ähnlichen Vorfall zu verdanken. Im Januar 2020 hatte sich demnach der prominente Autor und Tesla-Besitzer Nicholas Taleb auf Twitter beschwert, dass er mit dem Smartphone in der Hosentasche versehentlich den Upgrade-Button der Tesla-App berührt und eine Option für 4333 Dollar gekauft hat. Der Support habe sich jedoch geweigert, den Kauf rückgängig zu machen.

Tesla-Chef Elon Musk versprach, sich darum zu kümmern. Wenig später führte Tesla die Rückgabemöglichkeit innerhalb von zwei Tagen ein. Im Fall des Kaufs durch das Baby hat dies aber nichts genützt.

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