1. Startseite
  2. Wirtschaft

„Alle 36 Minuten ein Fehler“: Software-Ingenieur verspottet Tesla - Elon Musk schlägt zurück: „Haufen Müll“

Erstellt:

Von: Lisa Mayerhofer

Kommentare

Elons Musks Unternehmen Tesla wird in einer Werbeanzeige mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. (Archiv)
Elons Musks Unternehmen Tesla wird in einer Werbeanzeige mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. (Archiv) © Hannibal Hanschke/dpa

Das hat gesessen: Green Hills Software, ein Partner von BMW und Konkurrent von Tesla, macht in einer Werbeanzeige in der New York Times dem Unternehmen von Elon Musk heftige Vorwürfe.

New York - „Wir haben unsere Familien nicht dafür angemeldet, als Crash-Test-Dummys für tausende Tesla-Autos herzuhalten. Diese Autos werden auf öffentlichen Straßen von der schlechtesten Software gesteuert, die von einem Fortune 500-Unternehmen verkauft wird.“

Tesla-Software angeblich fehlerhaft

Mit diesem heftigen Tritt gegen Tesla* beginnt eine Werbeanzeige, die am Sonntag in der angesehenen New York Times veröffentlicht wurde. In dieser Werbeanzeige behauptet der Softwareingenieur und Unternehmer Dan O’Dowd, dass Teslas Software fehlerhaft sei.

Man habe YouTube-Videos analysiert, die Tesla-Wagen beim vollständig autonomen Fahren zeigen würden. Das Ergebnis: „Alle 36 Minuten begeht die Software von Tesla einen unbeabsichtigten Fehler, der wahrscheinlich zu einem Crash führt, wenn er nicht von einem Menschen korrigiert wird.“ Diese Behauptung wird in der Werbeanzeige aber nicht weiter belegt.

Screenshot der Anti-Tesla-Werbeanzeige in der New York Times
Screenshot der Anti-Tesla-Werbeanzeige in der New York Times © Andrew J. Hawkins / Twitter

Green Hills Software ist Partner von BMW und Konkurrent von Elon Musks Tesla

Dan O’Dowd, der die Werbung geschaltet hat, ist ein Gründer des Unternehmens Green Hills Software und damit ein Konkurrent von Tesla. Die Firma, die Betriebssysteme entwickelt, wird ab diesem Jahr mit BMW* kooperieren. Die Technologien von Green Hills sollen BMW unter anderem dabei unterstützen, Cockpit-Sicherheits- und Fahrerkomfortsoftware für die elektronischen Steuergeräte (ECUs) im BMW iX zu entwickeln, zu zertifizieren und einzusetzen.

Die Werbeanzeige schlug in den sozialen Netzwerken in den USA hohe Wellen. Schmäh-Attacken auf Konkurrenten sind in den USA erlaubt. Der Angriff auf Tesla blieb natürlich auch Konzern-Chef Elon Musk nicht verborgen. Auf Twitter stänkerte er zurück: „Green Hills Software ist ein Haufen Müll.“

Andere Twitter-Nutzer reagierten mit Spott auf das dünne Fell von Musk. „Das (Anm.: Elon Musks Tweet) werden mehr Leute sehen als diese Werbeanzeige“, schrieb einer. Er klinge wie „ein verschmähter Tesla-Besitzer, lol“, twitterte ein anderer. Ein Nutzer warf Musk zudem falsche Prioritäten vor: „Wer wirklich gute Software schreiben kann, sollte keine Zeit haben, sich auf Twitter wie Teenager aufzuführen.“

*Merkur.de und 24auto.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare