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Silicon Valley: Tesla und weitere Tech-Giganten suchen das Weite - Warum das eine Warnung für München ist

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Von: Patrick Freiwah

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Aus finanziellen Gründen befördert Elon Musk den Tesla-Hauptsitz von Kalifornien nach Texas (Symbolbild von 2019)
Aus finanziellen Gründen befördert Elon Musk den Tesla-Hauptsitz von Kalifornien nach Texas (Symbolbild von 2019). © Jae C. Hong/AP/dpa

Elon Musk hat Ernst gemacht - und mit Tesla dem legendären Silicon Valley den Rücken gekehrt. Auch für andere Regionen wie den Großraum München ist das ein Warnsignal.

Silicon Valley/Austin - Knapp ein Jahr lang hatte Elon Musk gedroht, nun ist die Neuaufstellung bei Tesla* beschlossene Sache: Der Elektroauto-Gigant verlegt seinen Firmensitz offiziell aus dem Silicon Valley ins texanische Austin. Der Konzernchef verkündete den Umzug offiziell bei der nun vollzogenen Hauptversammlung. Sie fand bereits am neuen Konzern-Sitz in Austin statt, wo derzeit eine weitere Tesla Gigafactory entsteht.

Das bisherige Tesla-Hauptquartier (News-Übersicht*) befand sich in Palo Alto, dem Herzen des Silicon Valley. Der Hauptgrund für die weitreichende Entscheidung könnte eine Warnung für andere Regionen weltweit sein: Musk verwies darauf, dass die Lebenshaltungskosten für Beschäftigte in Texas deutlich niedriger seien. In der kalifornischen Heimat vieler Technik-Konzerne wie Apple, Google oder Facebook seien Immobilien dagegen teuer, wodurch viele Angestellte einen weiten Arbeitsweg auf sich. nähmen.

Tesla: Musk als Maßnahmen-Kritiker - Firmensitz nun in Austin

Während der Corona-Pandemie hatten zahlreiche Mitarbeiter von Tech-Unternehmen die Chance genutzt und kehrten dem teuren Silicon Valley den Rücken gekehrt und zogen in günstigere Regionen. Mit der Verlegung der Hauptzentrale ist Tesla längst nicht der Vorreiter: Im vergangenen Jahr waren auch die IT-Giganten Oracle und HPE von Silicon Valley nach Texas übergesiedelt.

Elon Musk drohte bereits im vergangenen Jahr im Streit über die Schließung des Stammwerks in Fremont bei San Francisco, den Firmensitz nach Texas zu verlegen. Er war unzufrieden, dass die Fabrik wegen der massiven Einschränkungen zeitweise stillstand und nannte die Maßnahmen „faschistisch“. Musk zog mittlerweile selbst von Los Angeles nach Austin um.

Tesla verlegt Zentrale aus Silicon Valley - Lebenshaltungskosten zu hoch

Ganz verabschieden wird sich Tesla aus Kalifornien jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Aktivitäten in dem US-Bundesstaat sollen weiter ausgebaut werden, erklärte der 50-Jährige. So werde unter anderem die Kapazität in Fremont erhöht, wo es allerdings wenig Platz gebe. Ob die Entwicklung in Silicon Valley eine Warnung für teure Städte wie München ist? Auch dort ächzen viele Menschen unter hohen Immobilienpreisen und Lebenshaltungskosten insgesamt. In der bayerischen Landeshauptstadt haben zuletzt allerdings große Tech-Unternehmen wie Google, Facebook oder Microsoft ihre Kapazitäten erhöht*. (PF/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA 

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