Ein rotes Tesla Model S steht vor einem Haus.
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Tesla Model S: Auf den ersten Blick machen auch die meisten Gebrauchtwagen dieses Modells einen guten Eindruck.

Konzern vor Gericht

Tesla soll Unfallschaden an gebrauchtem Model S verschleiert haben – so hoch ist die Strafe

  • vonChristian Schulz
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Elektroautobauer Tesla soll tatsächlich an einem Unfallwagen herumgeschweißt und diesen ohne Hinweis auf die Mängel weiterverkauft haben. Nun landete der Konzern vor Gericht.

Peking (China) – Weil Elektroauto-Hersteller Tesla* strukturelle Vorschäden an einem gebrauchten Tesla Model S, das in China verkauft wurde, verschleiert haben soll, muss der US-Konzern von Tech-Milliardär Elon Musk den Käufer des Elektroautos entschädigen. Dies entschied laut einem Bericht des chinesischen Portals Caixin ein Pekinger Gericht. Das Gericht in der Hauptstadt Chinas forderte Tesla demnach auf, dem Käufer des Tesla Model S umgerechnet etwa 144.000 Euro Schadenersatz zu zahlen. Die Richter seien zuvor zu dem Schluss gekommen, dass einige wesentliche Teile der Limousine nach einem vorangegangenen Unfall einfach wieder zusammengeschweißt worden seien.

Der Besitzer hatte die gebrauchte Tesla Model S Limousine im Juni 2019 für umgerechnet 48.000 Euro erworben. Anschließend stellte der Chinese fest, dass die C-Säule und der hintere Kotflügel des Elektrofahrzeugs mehrfach auseinandergenommen und wieder zusammengeschweißt worden waren. Daraufhin verklagte der Mann Tesla auf Schadensersatz. Gemäß des chinesischen Verbraucherschutzgesetzes müssen Unternehmen den dreifachen Kaufpreis eines Produkts erstatten, wenn festgestellt wird, dass sie die Ware auf betrügerische Art und Weise verkauft haben. Alles zum brisanten Fall des einfach zusammengeschweißten Tesla Model S lesen Sie bei 24auto.de* *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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