Teuer im Verbrauch: Drucker, Fax und Kopierer in einem Gerät

- Fax, Drucker, Scanner, Kopierer. Mancher Haushalt hat gleich alle vier Geräte. Dabei könnte man eine Menge Platz sparen. Multifunktionsgeräte vereinen die Fähigkeiten in einem Gehäuse. Bevor die Entscheidung für einen solchen Büro-Mehrkämpfer fällt, sollten sich Verbraucher jedoch Gedanken über die Nutzung machen.

<P>Die in den Alleskönnern verbauten Druckerkomponenten haben nach Erfahrungen der Stiftung Warentest nicht immer das Niveau echter Drucker. Wer etwa am Ausdrucken von Fotos interessiert ist, sei in der Regel mit einem Fotodrucker besser bedient. Norbert Neumann, Sprecher des Herstellers Lexmark, hält dagegen, dass die in den Kombigeräten verwendeten Druckwerke sich nicht von den in reinen Druckern eingesetzten unterscheiden.</P><P>Zwei Kombis gut</P><P>Nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest halten die Multifunktionsgeräte im Großen und Ganzen mit den Einzelgeräten Schritt. Zwei der zehn getesteten Alleskönner schnitten mit gut ab, acht mit der Note befriedigend. Da die Geräte aber die verschiedenen Aufgaben unterschiedlich gut erledigten, raten die Tester, sich vor dem Kauf zu überlegen, ob der Schwerpunkt der Arbeit etwa beim Drucken und Scannen von Dokumenten liegt oder ob das Gerät hauptsächlich als Fax eingesetzt werden soll.</P><P>Teure Tinte</P><P>Nachteile wurden bei den laufenden Kosten ausgemacht: Die Kosten pro Seite für einen Farbdruck lägen bis zu 96 Cent und somit höher als bei Einzeldruckern. Bei der Tinte nämlich holen sich die Anbieter besonders günstiger Geräte das Geld, das sie beim Verkauf nicht verdienen. Der billigste Farb-Ausdruck kostet immerhin noch 36 Cent. Schwarzweiß-Drucke kosten zwischen 3 und 11 Cent pro Seite.</P><P>Stromfresser</P><P>Im Standby-Modus, der zum jederzeitigen Empfang von Faxen unerlässlich ist, hätten sich die Kombigeräte außerdem als Stromfresser entpuppt. Nur zwei Geräte schneiden in dieser Disziplin befriedigend ab. Wer auf Fax-Dauerbetrieb angewiesen ist, greift doch besser zum Einzelgerät. Werden nur die Anschaffungskosten zu Rate gezogen, sind die Kombigeräte attraktiv: Bei Preisen zwischen rund 200 und 600 Euro sind sie günstiger als Einzelkomponenten vergleichbarer Qualität zusammen. </P><P>Weniger Kabel</P><P>"Ein All-in-One-Gerät ist geeignet für den Allrounder im kleinen Büro oder zu Hause, der eine umfassende Lösung zur Dokumentenerstellung, Bearbeitung und Weiterleitung sucht", heißt es bei Hewlett-Packard (HP). Alle für das Heimbüro notwendigen Komponenten seien im Lieferumfang enthalten. Nutzer benötigten nur eine Sorte Papier und Patronen für alle Funktionen. Auch der reduzierte Kabelsalat spricht für die Alleskönner.</P><P>"Grundsätzlich haben Sie den Vorteil, dass Sie nur ein Gerät an den Rechner anschließen: Sie sparen Platz und brauchen nur einen Treiber", erklärt Norbert Neumann. Die Verkaufszahlen scheinen die Vorteile der Multifunktionsgeräte zu untermauern: "Das ist im Augenblick der Bereich bei den Druckern, der boomt", sagt Lexmark-Sprecher Neumann. </P><P>Leichter kopieren</P><P>Dirk Lorenz von der Stiftung Warentest hebt die einfache Bedienung hervor: "Es ist möglich, mit einem Knopfdruck Farbkopien zu erstellen." Wer das mit separaten Geräten versuche, müsse die gescannte Datei in den Rechner laden, um sie dann auszudrucken. Bequem sei auch die eingebaute Faxfunktion vieler Geräte.</P><P>Der große Vorteil der Alles-in-Einem-Büromaschinen kann sich nach Ansicht von Warentester Lorenz aber auch als Nachteil erweisen: Fällt eine Funktion aus, wird unter Umständen das gesamte Büro außer Gefecht gesetzt. Die Vor-Ort-Garantie, mit der manche Hersteller solche Bedenken ihrer Kundschaft kontern, läuft meist nach einem Jahr aus.<BR></P>

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