Teure Rohstoffe - 30 Cent mehr pro Kasten Bier

Bayern: - München -­ Geht es nach den gestiegenen Rohstoffpreisen, werden die Brauer heuer ihre Bierpreise erhöhen. "30 Cent müssten wir pro Kasten Bier draufschlagen", sagte Walter König, Sprecher des Bayerischen Brauerbundes in München. Einige Brauereien hatten schon 2006 beziehungsweise im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuererhöhung ihre Preise erhöht.

Kostensteigerungen von zwei bis drei Euro je Hektoliter zwängen die Brauwirtschaft, über ihre Gewinnsituation nachzudenken: "Gewiss aber nicht mit einem einheitlichen Ergebnis." Der Hopfenpreis habe sich 2006 nahezu verdoppelt, zudem verknappe und verteuere der subventionierte Anbau von Bioenergie auch die Braugerste.

Das vergangene Jahr war durchwachsen. Während bei Sonnenschein und guter Laune zur Fußball-WM im Juli der Absatz stieg, nahm das "wenig Durst stiftende Wetter im August" der Branche wieder ein Teil des Absatzes weg, sagte Brauer-Präsident Michael Weiß. Im Gesamtjahres setzten Bayerns Brauereien mit 22,8 Millionen Hektoliter 0,6 Prozent mehr ab als im Vorjahr, wobei der Export überproportional wuchs. Weiß sieht im Export auch Chancen für kleinere Brauereien. Im Ausland seien traditionelle Qualitätsprodukte wie das EU-weit geschützte bayerische Bier gefragt. Der bayerische Brauerbund ist auch erfolgreich in Deutschland und Italien gegen die niederländische Brauerei "Bavaria" vorgegangen, die mit ihrer Namensgebung die Verbraucher bewusst in die Irre führe.

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