Teurere Nahrungsmittel beschleunigen Preisauftrieb

- Wiesbaden - Die Verbraucherpreise in Deutschland haben im November wieder stark angezogen. Die Teuerung lag um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Grundlage vorläufiger Berechnungen mitteilte.

Im Oktober hatte die Inflation 1,1 Prozent betragen, im September hatte sie mit 1,0 Prozent den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren erreicht. Von Oktober auf November gingen die Verbraucherpreise wegen günstigerer Pauschalreisen um 0,1 Prozent zurück.

Vor allem höhere Kosten für Nahrungsmittel, Gas und Bekleidung trieben die jährliche Teuerungsrate nach oben. Nach bisher vorliegenden Angaben lag die Preissteigerung auf Jahresbasis in den Ländern bei 1,2 bis 1,9 Prozent. Das Statistische Bundesamt wollte am Freitagnachmittag die vorläufigen bundesweiten Verbraucherpreise bekannt geben.

In Nordrhein- Westfalen stieg die Jahresteuerungsrate auf 1,2 Prozent gegenüber 0,8 Prozent im Oktober. In Hessen lagen die Verbraucherpreise um 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Oktober hatte der Anstieg 1,0 Prozent betragen. In Baden-Württemberg lag die Teuerung bei 1,6 (Oktober: 1,2) Prozent. In Brandenburg betrug die Jahresrate 1,8 Prozent nach 1,5 Prozent im Oktober. In Bayern zog die Jahresteuerungsrate von 1,5 Prozent im Oktober auf 1,8 Prozent an. In Sachsen erreichte die Jahresteuerung 1,9 Prozent (Oktober: 1,6 Prozent).

Ausschlaggebend waren besonders Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Gemüse wurde um rund 15 Prozent teurer, Kartoffeln kosteten beispielsweise in Sachsen fast doppelt so viel wie im November 2005. Gas schlug mit rund 15 Prozent mehr zu Buche. Dagegen sanken die Kraftstoffpreise um rund 2 Prozent, Heizöl wurde knapp ein Prozent billiger.

Ausschlaggebend für sinkende Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat waren im November Abschläge bei Pauschalreisen, sowie für Heizöl und Kraftstoff. Binnen Monatsfrist sanken die Verbraucherpreise in Hessen, Sachsen, Bayern und Brandenburg um 0,2 Prozent. In Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gingen sie in Monatsfrist um 0,1 Prozent zurück. Preisrückgänge gab es bei Kraftstoffen sowie saisonal bedingt bei Pauschalreisen und Ferienhaus-Mieten.

Die Daten aus Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen fließen in die Berechnung der vorläufigen bundesweiten Teuerungsrate durch das statistische Bundesamt ein.

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