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Stiftung Warentest hat zwölf Espresso-Maschinen getestet.

Teures Kaffeevergnügen: Espressomaschinen im Test

München - Immer häufiger belagern mal elegante, mal klobige Espressomaschinen die deutschen Küchen. Die Geräte sind teils teurer als eine Waschmaschine, stellt Stiftung Warentest bei einem Geräte-Test fest. Welche Geräte was taugen:

Sie röcheln, zischen und dampfen zu Abertausenden unter Hängeschränken und Kochlöffeln – vollautomatische Espressomaschinen werden in Deutschland immer beliebter. Wer überlegt, ein solches teils 15 Kilo schweres Maschinchen heuer unter den Christbaum zu legen, sollte sich das gut überlegen. Denn die Geräte sind teuer und nicht für jeden Kaffee-Trinker-Typ geeignet – auch wenn sie schick aussehen und jede Menge Spielereien bieten. In einem Test der Stiftung Warentest zeigten immerhin zehn der zwölf Automaten eine gute Vorstellung.

„Gute“ zwischen 580 und 1440 Euro

Für die Testgeräte muss der Espressoliebhaber zwischen rund 600 und knapp 1700 Euro ausgeben – „das ist mehr als für manche Waschmaschine oder Kühl-Gefrierkombination“, betonen die Tester. Da sollte die Qualität stimmen. Und meist ist das auch der Fall. Nur die Saeco Syntia (585 Euro) und die WMF 800 (1690 Euro) bieten lediglich Mittelmaß. „Ärgerlich ist das besonders bei der WMF 800, dem teuersten Vollautomaten im Test“, schreibt Stiftung Warentest. Er braucht vergleichsweise viel Strom, wenn er tagsüber eingeschaltet bleibt. In acht Stunden Kaffeebereitschaft kommt er auf 100 Wattstunden. Das sei viel mehr als nötig, meinen die Tester. So begnüge sich die Siemens EQ.7 zum Beispiel mit neun Wattstunden. Auch bei der WMF 800 lässt sich der Stromverbrauch drastisch reduzieren, auf nur vier Wattstunden. Dazu muss der Benutzer aber die Ausschaltzeit selbst auf fünf Minuten programmieren.

Geschmack, Crema und Schaumschicht

Den geschmackvollsten Espresso tranken die Tester aus der De’Longhi ECAM 23.420.SR-NN1 für 695 Euro und aus der Saeco Syntia SNT 5720 für 585 Euro: aromatisch, heiß und mit viel fester, lang andauernder Crema. Cappuccino aus ihnen sah weniger schön aus. Die De’Longhi setzt eine nur dünne, weiche Schaumschicht oben drauf, die Saeco-Maschine produziert wenig stabilen Schaum. Hier zischt es auch sofort aus der Dampfdüse heraus, weil es keinen Extraregler gibt. Außerdem verschmutzt die Saeco Syntia innen stärker als andere, verlangt daher viel aufwendige Pflege und Wartung. Cappuccino gelingt am besten in der Jura Impressa C9. In schnellen 55 Sekunden ziert die Tasse eine schöne, stabile Schaumkrone. Köstlicher Milchschaum ist bei Espressovollautomaten ein Muss. Cappuccino-Fans bekommen Milchschaum einfach auf Knopfdruck oder aufwendig per Hand mit der klassischen Dampfdüse. Die De’Longhi-Geräte ECAM und Magnifica, Melitta sowie Saeco Syntia beschränken sich auf die manuelle Art. Das macht sich im Preis bemerkbar. Sie kosten unter 700 Euro, sind auch ansonsten weniger komfortabel und vielseitig. Schöner Schaum kann trotzdem gelingen, braucht aber Zeit, viel Übung und etwas Fingerspitzengefühl.

Bequemer sind teurere Vollautomaten, bei denen es auf Knopfdruck schäumt – entweder über einen Saugschlauch aus der Tüte oder aus einem ansteckbaren Milchbehälter. Die Modelle von Bosch, Siemens, Saeco Xelsis und WMF 800 liefern so auch Latte macchiato, schichten automatisch Milch, Espresso und Milchschaum übereinander.

Für Vieltrinker:

Vollautomaten bieten viele Einstellmöglichkeiten für den individuellen Genuss, sind aber teuer und pflegeintensiv. Dafür kostet die einzelne Tasse nur um die 10 Cent (Espresso plus Strom). Je mehr Espresso zubereitet wird, umso eher lohnt sich die Anschaffung.

Für Wenigtrinker:

Billiger als Vollautomaten, schnell und einfach zu handhaben sind Portionsgeräte für Espresso aus der Kapsel. Doch die Kapseln kosten um die 30 Cent und produzieren viel Müll. Außerdem legt sich der Käufer damit meist auf ein bestimmtes Kapselmodell fest.

Für Italien-Liebhaber:

Eine raumgreifende Espresso-Maschine findet sich in italienischen Haushalten selten. Hier stehen die typischen Mokka-Kannen auf dem Herd oder kleinere Siebträger-Modelle in der Küche, wie man sie aus der Gastronomie kennt. Südländischen Kaffeegenuss gibt’s also auch wesentlich günstiger.

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