Der Staat greift dem Stahlgiganten ThyssenKrupp unter die Arme. Foto: Marcel Kusch/dpa
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Der Staat greift dem Stahlgiganten ThyssenKrupp unter die Arme. Foto: Marcel Kusch/dpa

KfW-Kredit

Thyssenkrupp erhält Staatshilfe in Milliardenhöhe

Die Corona-Pandemie hat den Stahlriesen ThyssenKrupp auf dem falschen Fuß erwischt. Der Konzern hat auch vorher große Finanzprobleme gehabt und bekommt nun den Beistand des Staats.

Essen (dpa) - Thyssenkrupp erhält in der Corona-Krise umfangreiche finanzielle Unterstützung vom Staat. Bei der KfW Bankengruppe hat sich der Stahl- und Industriekonzern einen Kredit von rund einer Milliarde Euro gesichert, wie es in Unternehmenskreisen hieß.

Ein Konzernsprecher wollte sich nicht zu dem Kredit äußern. Er verwies auf frühere Äußerungen, man prüfe wie andere Unternehmen, "ob und welche der von der öffentlichen Hand den Unternehmen angebotenen Finanzierungshilfen für Thyssenkrupp in Betracht kommen". Das "Handelsblatt" hatte zuvor über den Kredit berichtet.

Der in großen finanziellen Schwierigkeiten steckende Konzern benötigt die Staatshilfe, um die Zeit bis zum Eingang der Gelder aus dem Verkauf seiner Aufzugssparte zu überbrücken. Thyssenkrupp hatte seinen profitabelsten Geschäftsteil für 17,2 Milliarden Euro an ein Konsortium von Finanzinvestoren verkauft. Für den Vollzug des Geschäfts fehlen noch Genehmigungen der Kartellbehörden. Konzernkreise erwarten, dass das Geld im Sommer fließen kann.

Thyssenkrupp will mit dem Geld aus dem Verkauf Schulden abbauen und den Konzernumbau finanzieren. Das Konzept für die neue Strategie will der Vorstand dem Aufsichtsrat im Mai vorstellen.

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