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ThyssenKrupp muss wegen der schlechten Auftragslage insgesamt 450 Mitarbeiter in Kiel und Emden entlassen.

ThyssenKrupp-Werften streichen 450 Stellen

Kiel/Hamburg - Auf den Werften des ThyssenKrupp-Konzerns fallen 450 Arbeitsplätze an den Standorten Kiel und Emden weg.

In Kiel werden der zivile und der militärische Schiffbau vier Jahre nach der Aufteilung wieder zusammengelegt, sagte eine Konzernsprecherin am Donnerstag in Hamburg. Das werde bis zum nächsten März 200 von insgesamt 2400 Arbeitsplätzen kosten. Die 470 Beschäftigten des militärischen Schiffbaus bauen auf der Kieler Werft HDW überwiegend U-Boote.

Am Standort Emden mit den Nordseewerken sei wegen der schlechten Auftragslage der Abbau von 250 der 1400 Arbeitsplätze geplant, teilte ThyssenKrupp Marine Systems mit. Dabei sei der Zeithorizont noch unklar. Betriebsbedingte Kündigungen soll es weder in Kiel noch in Emden geben; sämtliche Stellen würden sozialverträglich über Altersteilzeit und ähnliche Instrumente abgebaut.

Für die Hamburger Neubau- und die Reparaturwerften von Blohm&Voss, die auch zum Konzernverbund gehören, seien keine Restrukturierungen geplant. ThyssenKrupp Marine Systems ist der größte deutsche Schiffbaukonzern. Bereits im März hatte das Unternehmen den Bau von vier Containerschiffen der 3400-TEU-Klasse gestoppt, weil die Auftraggeber keine Finanzierungszusagen ihrer Banken mehr hatten.

Der Konzern, der auch noch Tochterunternehmen in Schweden und Griechenland hat, beschäftigt weltweit rund 8000 Menschen und baut sowohl U-Boote und Korvetten als auch Handelsschiffe und Megajachten.

dpa

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