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Die Stahlwerke in Übersee haben sich für ThyssenKrupp zu Milliardengräbern entwickelt.

So schnell wie möglich

ThyssenKrupp will Stahlwerke loswerden

Essen - Der angekündigte Verkauf der ThyssenKrupp-Stahlwerke in Übersee sorgt für Nervosität. Die Anlagen waren zu Milliardengräbern geworden. Nun soll das Geschäft „zeitnah“ abgeschlossen werden.

Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp arbeitet weiter mit Hochdruck am Verkauf seiner Stahlwerke in Brasilien und den USA. Das Unternehmen konzentriere sich unverändert darauf einen Vertragsschluss „zeitnah“ zu erreichen, sagte ein Sprecher am Freitag in Essen. Nähere Angaben dazu wollte er nicht machen. Die beiden Übersee-Stahlwerke waren von dem Konzern zum Verkauf gestellt worden, nachdem sie sich als Milliardengräber entpuppt hatten.

Zu den Gesprächspartnern gehöre auch der brasilianische Bergbaukonzern Vale, sowie brasilianische Regierungsstellen und die brasilianische Entwicklungsbank BNDES, so der Sprecher. Zu weiteren Einzelheiten der Verhandlungen wollte das Unternehmen keine Stellung nehmen.

Bevorstehender Verkauf beflügelt Aktienkurs

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger hatte zuletzt im Februar eine mögliche Unterzeichnung der Verträge bis zum Mai in Aussicht gestellt. Mit einem Abschluss des Geschäfts sei dann bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 (30. September) zu rechnen, so der Konzernchef damals. Am 15. Mai will der Konzern seine Zahlen für das zweite Quartal vorlegen.

Medienberichte über mögliche Verzögerungen bei dem Verkauf hatten in dieser Woche zunächst für einen Kursrutsch der ThyssenKrupp-Aktie gesorgt. Hoffnungen auf einen nun bevorstehenden Vertragsabschluss sorgten dann am Freitag bis zum Mittag wieder für ein kräftiges Plus. Die Papiere gehörten bis zum Mittag zu den Gewinnern im deutschen Leitindex Dax mit einem Plus von mehr als 6 Prozent.

dpa

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