Tiefensee warnt vor Eskalation im Bahn-Tarifstreit

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Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat die Beteiligten im neu aufgeflammten Tarifstreit bei der Bahn vor einer Eskalation gewarnt: "Wir fordern die Tarifparteien auf, sowohl die Belange der Beschäftigten als auch die des Allgemeinwohls und der Volkswirtschaft im Auge zu behalten".

"Ich weise niemandem eine Schuld zu, aber dieser Tag bedeutet einen schweren Rückschlag für die Tarifverhandlungen und für die Gewerkschaftsbewegung", sagte Tiefensee dem Berliner "Tagesspiegel".

Die Lokführergewerkschaft GDL hatte trotz Vermittlungsbemühungen der Moderatoren Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf keine Übereinkunft mit den anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA gefunden. Sie will nun die Tarifverhandlungen mit dem Bahn-Konzern allein fortsetzen. Die GDL fordert eine Anhebung des Anfangsentgelts für Lokführer von knapp 2000 Euro auf 2500 Euro. Mit Transnet und der GDBA hat die Bahn bereits einen Tarifabschluss mit einer Einkommensanhebung von 4,5 Prozent plus einer Einmalzahlung besiegelt.

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