Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

Mindestens 23 Tote bei Angriff auf Bus mit Christen 

Nach Austrittsdrohung

Tierschutzbund und Initiative Tierwohl wollen reden

Osnabrück - Wie geht es weiter mit der Initiative Tierwohl von Landwirtschaft und Lebensmittel? Der Tierschutzbund droht, seine Beratertätigkeit aufzugeben, wenn nicht mehr auf ihn gehört wird. 

Im Streit um die Initiative Tierwohl bleiben die Fronten verhärtet. Doch auch nach der Drohung des Deutschen Tierschutzbundes, aus der Initiative Tierwohl auszusteigen, wollen beide Seiten den Kontakt aufrechterhalten. „Ich möchte die Gespräche nicht abbrechen lassen“, sagte der Geschäftsführer der Initiative Tierwohl, Alexander Hinrichs, der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, setzt auf Gespräche. Er habe noch die Hoffnung, dass sich etwas bewegen lasse, sagte er.

In der Initiative Tierwohl erhalten freiwillig teilnehmende Bauern für zusätzliche Leistungen wie mehr Platz im Stall, mehr Tageslicht oder artgerechtere Trinkmöglichkeiten Geld aus einem Fonds. Das soll auf breiter Front Anreize geben, die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Haltungsstandards zu übertreffen. Der Handel will von 2018 bis 2020 die Mittel von 65 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro aufstocken.

Nach Schröders Ansicht gehen die Verbesserungen nicht weit genug. Er forderte den Bauernverband, die Fleischindustrie und den Handel auf, die Förderkriterien nochmals zu überarbeiten. Für den 8. September ist ein Krisengespräch angesetzt. Der Tierschutzbund gehört zum Beraterausschuss der Initiative. Schröder droht damit, diesen Ausschuss zu verlassen.

Es gebe keinen strategischen Masterplan, der über die nächsten drei Jahre hinausweise, sagte Schröder. Es fehle damit eine Strategie, wie substanziell mehr Tierwohl in den Ställen erreicht werden könne.

Primäres Ziel der Initiative Tierwohl sei es, in einer möglichst großen Anzahl von Betrieben die Haltungsstandards zu verbessern, sagte dazu Hinrichs. Die Anforderungen sollten im nächsten Schritt für alle verbindlich erhöht werden. „Wir können darüber diskutieren, wie wir schrittweise mehr Anreize schaffen können für Landwirte, die mehr machen wollen.“ Alle Details für den Zeitraum 2018 bis 2020 seien noch nicht endgültig entschieden, es gebe noch Gespräche.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Streetscooter soll elektrisches Stadtauto kommen
Der Entwickler des Elektro-Lieferwagens Streetscooter der Deutschen Post plant auch ein Modell für Privatkunden. Das E-Stadtauto e.GO Life soll 2018 in Serie gehen.
Nach Streetscooter soll elektrisches Stadtauto kommen
Lanxess bleibt mit Chemtura-Übernahme auf Rekordkurs
Köln (dpa) - Der Spezialchemie-Konzern Lanxess bleibt auf Rekordkurs. "Das neue Lanxess wird profitabler, es wird widerstandsfähiger, und es wird weiter wachsen", sagte …
Lanxess bleibt mit Chemtura-Übernahme auf Rekordkurs
Dax gibt nach
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag etwas nachgegeben. Um die Mittagszeit stand der deutsche Leitindex 0,40 Prozent tiefer bei 12 571,62 Punkten. Damit winkt …
Dax gibt nach
Opec-Allianz drosselt Öl-Produktion weiter
Opec- und Nicht-Opec-Staaten rücken im Ringen um einen höheren Ölpreis immer näher zusammen. Die Märkte reagieren allerdings verhalten auf den Schulterschluss. Gut für …
Opec-Allianz drosselt Öl-Produktion weiter

Kommentare