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Rente im Ausland: Griechenland lockt mit Steuervorteilen – was es zu beachten gibt

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Von: Patricia Huber

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Immer mehr Rentner zieht es ins Ausland. Griechenland lockt sogar mit einem Steuervorteil – doch dabei gibt es ein paar Details zu beachten.

Kreta – Den Lebensabend am Meer unter Palmen zu verbringen – das ist ein Traum vieler deutscher Rentner. Laut Angaben des Vereins „Deutsche im Ausland“ sind es inzwischen schon 230.000 Renten, die von der Deutschen Rentenversicherung ins Ausland überwiesen werden – Tendenz steigend. „Ich will in einem Land leben mit Sonne, Fisch und Meer“, erklärt der 63-jährige Norbert gegenüber BR24.

Rente: Griechenland lockt mit niedrigen Steuern

Norbert möchte mit seinem Partner nach Griechenland auswandern und dort die Rente verbringen. Aber wieso ausgerechnet Griechenland? Tatsächlich bietet das beliebte Urlaubsziel der Deutschen auch einen ordentlichen Steuer-Anreiz für potenzielle Auswanderer. Denn wenn der Wohnsitz nach Griechenland verlegt wird, muss man 15 Jahre lang nur eine Einkommensteuer-Flatrate von sieben Prozent zahlen. Das gilt nicht nur für die Rente, sondern auch für alle anderen im Ausland erzielten Einkünfte.

Aber nicht nur die Auswanderer profitieren. Das gesamte Land freut sich über zahlungskräftige, neue Bürger. Claudia Marenbach-Fountoulaki ist Maklerin auf der Insel Kreta. Auch sie merkt, wie groß dort die Nachfrage nach Wohnraum ist. „Das sind ja nicht nur die Rentner, die hierherkommen, sondern es sind auch die digitalen Nomaden und die geben auf jeden Fall alle ihr Geld hier aus, zum Beispiel in den Tavernen oder für Freizeitmöglichkeiten“, sagt sie BR24.

Rente: Fallstricke beim Auswandern beachten

Doch beim Traum vom Leben im sonnigen Süden gibt es auch ein paar Dinge zu beachten. Marenbach-Fountoulaki berichtet, dass viele Kunden erwarten, dass Bauvorhaben und Immobilien in Griechenland quasi nichts kosten würden. Doch so einfach ist es nicht. Kreta sei beispielsweise ein Erdbebengebiet. Das bedeutet, dass die Häuser auf der Insel ein besonders starkes Stahlgerüst benötigen – und Stahl ist teuer. Wer plant, auszuwandern, sollte sich auf jeden Fall vorher über die Kosten informieren.

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Auch die Bürokratie kann ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Bis Auswanderer die Steuervergünstigung im Land erhalten, kann es dauern. Schließlich benötigt es dazu eine Menge Unterlagen – auch aus Deutschland. Bis die griechischen Behörden den Antrag dann bearbeitet haben, kann es mindestens ein Jahr dauern. Eine zeitnahe und gute Vorbereitung auf das künftige Heimatland ist also das A und O. (ph)

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