Für T-Mobile geht es bei Lizenzen-Auktion in den USA um alles

- Bonn - Bei dieser Auktion geht es für die Deutsche Telekom um alles: Die derzeit laufende Versteigerung der begehrten Mobilfunklizenzen in den USA entscheidet für den Konzern über die Zukunft des US-Geschäfts. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und sein oberster Mobilfunker René Obermann geben ihre Strategien nicht preis.

Dürfen sie auch nicht, denn die Vorgaben der US-Telekombehörde FCC sind hart: Wer redet, der fliegt raus. Doch das kann sich die Telekom mit ihren Mobilfunkplänen in den USA am allerwenigsten leisten. Schließlich ist die Tochterfirma, die früher einmal Voicestream hieß, die einzige Wachstumsmaschine des rosa Riesen. Und damit das Wachstum auf dem lukrativen USMarkt nicht jäh abreißt, müssen Ricke und Obermann bieten, bis sich die Balken biegen.

T-Mobile USA ist derzeit mit 23,3 Millionen Kunden nämlich nur der viertgrößte Anbieter des Landes. Ein möglicher Ausstieg aus dem US-Geschäft, über den im vergangenen Jahr noch heftig spekuliert worden war, ist für die Telekom aber kein Thema mehr. Während sich Konkurrenten durch Fusionen verstärkt haben und auf diesem Wege Lizenzgebiete hinzugewannen, sind die Bonner auf Gedeih und Verderb auf neue Spektren angewiesen.

Bei der Versteigerung der Spektren geht es vor allem darum, künftig auf dem Markt des mobilen Datenverkehrs und des schnellen Internets mitzureden. Schließlich will T-Mobile sich auch künftig ein dickes Stück aus dem Mobilfunkkuchen herausschneiden. Schon in den ersten Runden der Auktion zeigte sich, dass T-Mobile zu den eifrigsten Bietern gehört.

Erinnerungen an eine ähnliche Veranstaltung werden wach, die im August 2000 die Branche förmlich aus den Fugen riss: Die UMTS-Auktion in Deutschland. Damals hatten die Bonner mit dazu beigetragen, dass die Auktionskosten für sechs Lizenzen in schwindelerregende Höhen von über 50 Milliarden Euro getrieben wurden. T-Mobile allein musste mehr als 7 Milliarden Euro berappen.

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