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Börsianer in Tokio.

Tokios Börse schließt nach Kursfeuerwerk uneinheitlich

Tokio - Die Aktienbörse in Tokio hat am Mittwoch nach dem Kursfeuerwerk vom Vortag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei machte anfängliche Verluste wieder wett und notierte zum Handelsschluss einen Gewinn von 99,9 Punkten oder 1,06 Prozent bei 9547,47 Punkten.

Am Dienstag hatte das Börsenbarometer für 225 Werte in Reaktion auf das gemeinsame Vorgehen der großen Industrienationen gegen die Finanzkrise mit 14,15 Prozent den höchsten Gewinnsprung aller Zeiten erzielt. Der breit gefasste TOPIX notierte dagegen am Mittwoch zum Handelsende ein knappes Minus von 0,79 Punkten oder 0,08 Prozent bei 955,51 Punkten.

Die japanische Zentralbank stellte unterdessen erstmals seit 20 Handelstagen dem Geldmarkt keine zusätzliche Liquidität bereit. Die seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers vorgenommene Bereitstellung zusätzlicher Mittel hatte dem Ziel gedient, die Banken des Landes zu ermuntern, sich gegenseitig Geld zu leihen. Stattdessen zog die Bank of Japan (BoJ) 2,2 Billionen Yen (15,7 Mrd Euro) ab, da der für das Interbankengeschäft relevante Tagesgeldsatz unterhalb der Zielmarke von 0,5 Prozent gerutscht war.

Die Regierung nominierte unterdessen den bisherigen Direktor der Zentralbank, Hirohide Yamaguchi, als Vize-Gouverneur der Bank of Japan. Die Position war wegen Personaldifferenzen zwischen der Regierung und Opposition im Parlament, wo die Opposition die Mehrheit im Oberhaus hat, seit März vakant. Die Opposition hat sich mit dem neuen Vorschlag der Regierung laut Medien nun einverstanden erklärt.

Der Dollar notierte zum Mittag in Tokio leichter mit 101,30-35 Yen nach 102,46-47 Yen am späten Vortag. Der Euro wurde leichter mit 1,3558-63 Dollar gehandelt nach 1,3665-67 Dollar am späten Vortag. Zum Yen lag er bei 137,39-44 Yen nach 140,02-06 Yen am Vortag.

dpa

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