Toll Collect gibt nicht auf

- Berlin- Das Mautkonsortium Toll Collect will einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge schnell ein verbessertes Angebot vorlegen und so den Vertrag mit dem Bund doch noch retten.

Die Unternehmen seien bereit, die Haftungssumme auf bis zu einer Milliarde Euro aufzustocken, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Zudem solle eine Erhöhung der Vertragsstrafen auf bis zu 100 Millionen Euro akzeptiert werden. Auch die geforderte Mindestanzahl von Lkw-Bordcomputern - 500 000 Stück bis Jahresende - wolle Toll Collect garantieren. Eine unbegrenzte Haftung werde aber weiterhin abgelehnt. <P>Unterdessen gab die Tochterfirma des Toll Collect-Gesellschafters DaimlerCrysler, die DaimlerCrysler Services, den Software-Zulieferern eine Mitschuld am Nichtfunktionieren des Maut-Systems. "Das Zusammenspiel der verschiedenen Software-Systeme führte zu den Problemen, durch die die Maut nicht pünktlich starten konnte", sagte eine Sprecher von DaimlerCrysler Services der "Berliner Zeitung". Zu den Zulieferern hätten Unternehmen wie SAP, Oracle, IBM, Grundig und Siemens gehört. Die technischen Probleme seien aber inzwischen gelöst. "Von dieser Seite steht dem Start nicht mehr im Weg", wurde der Sprecher zitiert.Berlin </P><P>Der Münchner Siemens-Konzern prüft unterdessen eine mögliche Zusammenarbeit mit Toll Collect, um die Einführung einer elektronisch erfassten Lkw-Maut doch noch zum Erfolg zu führen. "Wir sind gebeten worden, zu prüfen, ob wir uns an der Software-Entwicklung beteiligen können", sagte Siemens-Sprecher Peter Gottal der "Berliner Zeitung".</P><P>Im Gespräch ist nach Informationen der Zeitung dabei neben der technischen Zuarbeit auch eine direkte Beteiligung am Maut- Konsortium. Bereits vor dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und Toll Collect am Dienstag habe es entsprechende Gespräche des Bundeskanzleramts mit Siemens- Vorstandschef Heinrich von Pierer gegeben, schreibt das Blatt.</P>

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