Zum davonfahren: Der Nissan Cube spielt eher in der unteren Design-Liga - Erster wird eine wahre Ikone.
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Zum Davonfahren: Der Nissan Cube spielt beim Design eher in der Regionalliga.

Design-Fail

Ranking: Das sind die hässlichsten Autos der Welt

Viele Hersteller haben beim Design schon mal die falsche Abfahrt genommen. Wir haben die größten Fails zusammengetragen. Aber Vorsicht: Einige der Fahrzeuge sind noch immer auf der Straße unterwegs.

München - Die Autowelt hält viele Überraschungen bereit. Besonders abenteuerlich mutet dabei das Design mancher Autos an. Viele sind dabei schon wieder so hässlich, dass sie Kultstatus genießen, andere sind einfach nur eine Bankrotterklärung der Designer-Branche. Wer sich vor abschreckenden Beispielen nicht fürchtet, dem stellen wir eine - subjektive - Top-10-Liste der hässlichsten je gebauten Autos vor.

Platz 10: Tata Magic Iris - Das Flusspferd

In Europa kaum bekannt, ist Tata Motors Indiens größter Automobilhersteller. Auf den Straßen Mumbais und Delhis gehören die bemalten Tata-Lkw zum Stadtbild - darunter auch der Tata Magic Iris. Die weit hervorstehende, bullige Front und der erhöhte Radstand erinnern eher an ein Flusspferd als an ein Auto. Aber fairerweise muss man hinzufügen, dass der Tata Magic mit einer Maximalgeschwindigkeit von 55 Km/h in Ländern wie Deutschland auch nicht als Auto zugelassen werden würde.

Platz 9: Audi A2 - „Unförmigkeit auf Rädern“

Für den liebevoll auch „Unförmigkeit auf Rädern“ genannten Audi* A2 erhielten die Designer 2002 einen Preis der Bundesrepublik Deutschland. Unserer Meinung nach haben sich auch Audi-Ingenieure einen Preis verdient. Denn der A2 bewies jahrelang äußerste Robustheit und Zuverlässigkeit. Von 2003 bis 2008 war die VW-Tochter mit dem Auto in der ADAC-Pannenstatistik in der absoluten Spitzengruppe und 2005 sogar die Nummer 1. Seiner Zeit voraus war der A2 auch als Technologieträger. Bereits 2004 statteten Audi-Ingenieure das Fahrzeug mit einer Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis aus, bis 2013 fuhr der A2 auf Wunsch auch vollelektrisch. Die weitere Entwicklung wurde dann allerdings im selben Jahr aufgegeben, um sich auf die besser verkaufenden, größeren Reihen zu konzentrieren. Für den VW-Konzern* im Nachhinein sicherlich keine kluge Entscheidung.

Platz 8: Subaru Baja - Zu viel gewollt

Vermarktet wurde der Subaru* Baja von 2003 bis 2006 im nord- und südamerikanischen Raum als eine Mischung aus Pkw zur Personenbeförderung, Pick-Up Truck und Geländefahrzeug. Kritiker monierten, dass der Baja zwar alles könne, aber nichts davon so richtig gut. Leider schlug sich das auch im Design nieder. Dass sich der Baja an der Plattform des Subaru Legacy orientierte, ist eigentlich kaum zu übersehen. Das ist auch einer der Gründe, warum das Fahrzeug bis heute als extrem wertstabil gilt: Neben seiner hohen Zuverlässigkeit ist immer noch eine große Anzahl an günstigen Ersatzteilen verfügbar. Vielleicht sind es aber auch nur Liebhaber einer laut Herstellerangaben „Hommage an Rallye-Race Trucks“, die den Preis hochhalten. Aber um das zu verstehen muss man wohl Amerikaner sein.

Platz 7: Daihatsu Copen - Das Clowncar

Mit rund 3,3 Metern Länge und 1,2 Metern Höhe zaubert der japanische Roadster allen ein Lächeln aufs Gesicht. Allerdings höchstens ein mitleidiges, denn man fühlt sich irgendwie an das berühmt-berüchtigte Clown-Auto erinnert, welches „Krusty der Clown“ aus der bekannten Zeichentrickserie „Die Simpsons“ immer wieder als Requisite dient. Als Running Gag steigt dort immer wieder eine unrealistische Anzahl an Clowns aus einem lächerlich kleinen Auto. Immerhin ließe sich mit dem Daihatsu im Stadtverkehr zwischen SUV und Luxus-Limousine mit Sicherheit gut eine Parklücke finden - wenn der Verkauf in Deutschland 2010 nach 2.500 ausgelieferten Exemplaren und sieben wenig erfolgreichen Jahren nicht eingestellt worden wäre. Die zweite Generation des Copen wird inzwischen nur noch in Japan verkauft.

Platz 6: Daihatsu Materia - Das Platzwunder

Das steile Heck und der lange Radstand machten den Daihatsu Materia zum Platzwunder. Hier folgt das Design ganz klar der Funktion. Ein Schönling ist der Materia aber eher nicht - Und weil er uns zudem noch dunkel an den zweiten Platz dieser Liste erinnert, landet der Materia auf Rang 6. Der 2007 gestartete Import nach Europa wurde übrigens 2010 eingestellt - wegen Erfolglosigkeit.

Platz 5: Renault Mégane Coach - Der Wolf im Schafspelz

Zugegeben, es gibt schlimmere Designs. Doch in der Welt der Sportwagen? Einzig erkennbares Kaufargument sind bei dieser Renault* Mégane-Variante die 147 PS unter der Haube - was das Coupé auch für Sportwagen-Begeisterte mit kleinem Budget attraktiv machte. Offiziell wurde der Mégane von 1995 bis 2003 gebaut, als einziges Land vermarktet und produziert den Renault noch heute Venezuela, dort aber in der Bezeichnung „Classic“.

Platz 4: Chrysler PT Cruiser Cabrio - Retro-Boom

Kurz bevor die Produktion des Cruiser Cabrios endgültig eingestellt wurde, lockte Chrysler* die Kunden mit Rabatten von bis zu 6.000 Dollar. Dabei löste das Modell mit Erscheinen Anfang der 2000er sogar so etwas wie einen Retro-Boom aus. Der Cruiser nahm sich die klassischen Formen eines Vorkriegs-Oldtimers zum Vorbild und versuchte, diese mit modernen Neo-Elementen zu kombinieren. Alles ist Geschmackssache. Doch spätestens wenn man das überproportionierte Heck und die wulstige Front näher betrachtet, fällt auf, dass die Designer schwer auf dem Holzweg waren. Daher wurde die Produktion 2007 eingestellt.

Platz 3: Pontiac Aztec - Die Drogen-Kutsche

Leser der englischen Zeitung Daily Mail wählten den Aztec 2009 zum hässlichsten Auto aller Zeiten. Bei uns landet er auf Platz 3. Späte Berühmtheit erhielt das Pontiac-Modell dann als Drogen-Kutsche der Breaking Bad -Figur Walter White - was der Beliebtheit der Serie erstaunlicherweise keinen Abbruch tat.

Platz 2: Nissan Cube - Der Würfel unter den Autos

Woher die Designer bei Nissan* die Inspiration für den Cube nahmen, ist klar. Ebenso wie die Entscheidung Nissans, den Cube 2011 nach nur einem Jahr aufgrund schlechter Verkaufszahlen vom europäischen Markt zu nehmen. In Japan wird der Cube noch immer gebaut und - erstaunlicherweise - auch verkauft. Würfel auf Rädern scheinen in der tausendjährigen Kunstgeschichte Japans wohl eine besondere Rolle einzunehmen.

Platz 1: Fiat Multipla - Klarer Sieger

Unangefochtener Spitzenreiter der größten Design-Katastrophen aller Zeiten: Der Fiat* Multipla. Der Italienier ist unbestritten eine Legende der Automobilwelt. In ihm vereint sich einfach alles, was richtig uncool ist. Der Alltime-Fail: Die abgesetzte Frontleiste unter der Windschutzscheibe. Das Marktecho auf den Multipla war so desaströs, dass die Italiener zügig die Reißleine zogen und 2004 eine Neuauflage des Multipla mit überarbeiteter Karosserie auf den Markt brachen. Die Rettung war das aber auch nicht - im Gegenteil: 2010 war zum Glück endgültig Schluss.

*Merkur.de ist ein Teil von IPPEN-MEDIA

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