Tourismus weltweit auf Rekordniveau

Welttourismusorganisation: - Madrid - Trotz Kriegen, Terrorgefahr und hoher Treibstoffpreise ist der Tourismus im vorigen Jahr weltweit auf ein Rekordniveau gestiegen. Wie die Welttourismusorganisation (UNWTO) mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Urlauber in aller Welt im Vergleich zu 2005 um 4,5 Prozent auf 842 Millionen.

Für dieses Jahr sei weltweit erneut ein Zuwachs in einer Größenordnung von vier Prozent zu erwarten. "Trotz der Risiken, denen der Tourismus ausgesetzt war, wurde 2006 ein gutes Jahr", sagte UNWTO-Generalsekretär Francesco Frangialli. "Die Wachstumsrate übertrifft die Erwartungen." Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten ärmere Staaten und aufstrebende Reiseländer. Der afrikanische Kontinent erzielte mit einem Plus von 8,1 Prozent den höchsten Zuwachs. Afrika südlich der Sahara lockte gar 9,4 Prozent mehr Urlauber an als 2005, Nordafrika 5,8 Prozent.

"Der Tourismus spielt als einer der dynamischsten Wirtschaftssektoren eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Armut", betonte die UNWTO. Asien und der Pazifikraum verzeichneten einen Zuwachs von 7,6 Prozent, nachdem Thailand und die Malediven die Folgen der Tsunami-Katastrophe von Ende 2004 teilweise überwunden hatten.

Europa blieb mit einem Plus von knapp vier Prozent unter dem Durchschnitt. Deutschland lockte - ohne Dezember-Zahlen - auf Grund der Fußballweltmeisterschaft 9,5 Prozent mehr Touristen an als im Vorjahr. Italien, das in den vergangenen Jahren in der Tourismuswirtschaft eher bescheidene Resultate erzielt hatte, feierte ein Comeback und kam auf ein Plus von elf Prozent. Dagegen ging in der Türkei die Zahl der Touristen um sieben Prozent zurück.

Frankreich ist nach den Zahlen der UNWTO mit über 75 Millionen Urlaubern im Jahr das wichtigste Reiseland der Welt. Als Touristen werden in den Statistiken der Organisation ausländische Besucher gezählt, die wenigstens eine Nacht im jeweiligen Reiseland verbringen.

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