Tourismusbranche gibt sich gelassen

- Hannover - Die krisengeplagte Tourismusbranche versucht nach den neuerlichen Terroranschlägen in Istanbul Gelassenheit zu verbreiten. Trotz der weltweiten Terrorangst und massiver Kursverluste nach dem Blutbad am Bosporus sehen Konzerne und Verbände den erhofften Aufschwung 2004 nach zwei Krisenjahren vorerst nicht in Gefahr.

"Die Anschläge haben sich anders als in Bali oder Djerba nicht gegen Touristen gerichtet. Das ist ein grundlegender Unterschied", sagte der Sprecher des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter Verbandes, Christian Boergen. <BR><BR>Europas größter Tourismuskonzern Tui sieht zunächst keine nachhaltigen negativen Folgen für den Tourismus in der Türkei. Istanbul sei weit entfernt von den wichtigen Urlaubszielen an der türkischen Mittelmeerküste, sagte Tui-Sprecher Mario Köpers. "Der generelle Aufwärtstrend ist nicht in Gefahr." Die Urlauber wüssten zu differenzieren. 2002 habe Tui konzernweit 1,1 Millionen Urlauber in die Türkei geschickt; 99 Prozent davon seien ans dortige Mittelmeer gereist. <BR><BR>Auch das Europäische Tourismus-Institut in Trier sieht die Folgen für die Branche zunächst gelassen. "Wenn jetzt keine weiteren Anschläge kommen, wird sicher das Ziel Türkei kurzfristig leiden. Langfristig aber verdrängen die Menschen sehr schnell", sagt Forscher Bert Hallerbach. <BR>

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