Toyota mit nächsten Rückruf - VW überprüft Autos in Mexiko

Torrance - Das ohnehin schon beschädigte Image von Toyota bekommt weitere Kratzer. Der japanische Autohersteller musste am späten Freitag einräumen, dass bei seinem in den USA verkauften Pick-up-Truck Tacoma die vordere Antriebswelle aus der Verankerung reißen kann.

Nach Angaben von US-Medien besteht die Gefahr, dass das Teil den Boden berührt und und im schlimmsten Fall der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert. Der japanische Autohersteller beordert nun 8000 Allrad-Wagen des aktuellen Modelljahrgangs in die Werkstätten, um sie zu untersuchen und gegebenenfalls zu reparieren.

Autodebakel- die größten Rückrufaktionen

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Toyota startet den nächsten Rückruf

Volkswagen kündigte derweil an, dass nach Brasilien auch in Mexiko Autos wegen möglicher Mängel überprüft werden müssen. Betroffen seien etwa 20 000 Wagen der Modelle Gol und Gol Sedan, hieß es am Freitag. Bei ihnen könne es sein, dass die Radlager an den Hinterrädern nicht ausreichend gefettet seien. VW-Mexiko-Chef Otto Lindner sprach von einer Vorsichtsmaßnahme. Der Mangel könne zu einem Geräusch führen. Falls das Problem nicht behoben werde, könnten Schäden auftreten. VW hatte zuvor bereits in Brasilien fast 200 000 Autos wegen Problemen an den Radlagern zurückrufen müssen.

Toyota ruft weltweit bereits mehr als acht Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale und gefährlich rutschender Fußmatten zurück. Bei weiteren 437 000 Hybridautos sind die Bremsen fehlerhaft. Der wichtige US-Markt ist besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen. Toyota versicherte, von dem neuerlichen Defekt seien keine weiteren Modelle betroffen.

dpa

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