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Die Toyota-Rückrufaktion wegen klemmender Gaspedale läuft in Deutschland nur schleppend an.

Toyota-Reparaturaktion läuft schleppend an

Köln - Die Toyota-Rückrufaktion wegen klemmender Gaspedale läuft in Deutschland nur schleppend an. Vier Wochen nach Verkündung des Rückrufs sind erst 6 Prozent oder 12.500 der betroffenen 216.000 Autos in den Werkstätten gewesen.

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Die Kunden würden den Vorgang “sehr unaufgeregt angehen“, sagte Sprecher Dirk Breuer. Im Internet hätten erst 27.000 Kunden auf einer speziellen Website geprüft, ob ihre Autos zu den Rückrufmodellen gehören. Allerdings klagt Toyota aktuell über einen Absatzeinbruch von 20 Prozent. Bei den betroffenen Autos wird ein kleines Metallstück in das Gaspedal eingebaut. So soll verhindert werden, dass das Pedal beim Gaswegnehmen steckenbleibt oder nur langsam zurückkommt. Unterdessen kam der Auftritt des Chef des Autokonzerns Toyota, Akio Toyoda, vor einem US-Untersuchungsausschuss im Heimatland des Herstellers gut an. “Für japanische Verhältnisse hat er sich gut geschlagen“, sagte Ryoichi Shinozaki, Krisenmanager bei der Firma Kyodo Public Relations über den Auftritt vor dem Komitee des US-Parlaments.

Der Auftritt war das Top-Thema aller Zeitungen und Nachrichtensendungen. Viele Japaner zeigten sich angerührt davon, wie Toyoda nach der Befragung mit stockender Stimme sprach und den Tränen nahe war. Toyoda hatte sich am Mittwoch im US-Kongress bei Millionen amerikanischer Kunden für Sicherheitsmängel an seinen Modellen entschuldigt. “Wir konnten mit unserer Belegschaft und unserer Organisation unserem Wachstum nicht folgen“, sagte der 53-jährige Topmanager bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des Parlaments in einer Erklärung. Toyoda fügte hinzu, er “empfinde tiefes Bedauern für jeden Unfall, den Toyota-Fahrer erlitten haben“.

Toyoda in der Kritik

Toyoda wurde von Abgeordneten des US-Parlamentes scharf befragt. Probleme mit Gaspedalen, Fußmatten und Bremsen hatten zum Rückruf von 8,5 Millionen Toyotas weltweit geführt. Am schlimmsten betroffen sind die USA, wo sich auch schwere Unfälle mit Toten wegen der Pedal-Probleme ereignet haben sollen. Toyoda wurde drei Stunden angehört, er ließ sich von einem Übersetzer helfen. Toyoda beharrte darauf, dass die beschriebenen Probleme nichts mit der Elektronik der Fahrzeuge zu tun habe. Das hatten unabhängige Experten angedeutet. Nach der Anhörung, die im US-Sprachgebrauch auch als “Grillen“ bezeichnet wurde, trat Toyoda mit brüchiger Stimme vor die Kameras und bedankte sich bei den Toyota-Mitarbeitern: “Ich war bei der Anhörung nicht allein. Alle Mitarbeiter rund um die Welt waren dort mit mir“, sagte er. Später trat er noch beim berühmten US-Talkmaster Larry King auf. Hier sagte er, er sei sich nicht sicher, ob die Anhörung “fair war oder nicht“. Die Kritik an Toyota in den USA sei kein “Japan-Bashing“, sagte er.

Weiterer Absatzeinbruch erwartet

Unterdessen rechnen Analysten mit einem weiteren Einbruch der Toyota-Absatzzahlen im Februar. Koji Endo von Advanced Research Japan erwartet 30 bis 40 Prozent niedrigere Absätze im Februar. Unterdessen trifft der durch die Rückrufaktion von Toyota ausgelöste Vertrauensverlust bei Käufern auch asiatische Mitbewerber. Rund 20 Prozent der Deutschen ordnen die Rückrufaktion nicht Toyota, sondern anderen Herstellern wie beispielsweise Nissan, Honda, Mitsubishi oder Hyundai zu. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Agentur Faktenkontor mit dem Marktforscher Toluna unter 1.500 Bundesbürgern.

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