Toyota stoppt Verkauf von Geländeauto

New York - Der japanische Autobauer Toyota hat nach einem negativen Fahrtest eines einflussreichen US-Magazins den Verkauf seines Geländewagens Lexus GX 460 in den USA vorerst gestoppt.

Der Generalmanager in den USA für die Luxusmarke Lexus, Mark Templin, schrieb in einer Email am Dienstagabend nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, Toyota nehme die Angelegenheit “sehr ernst“ und sei entschlossen, den Missstand abzustellen. Die Lexus- Händler in den USA seien angewiesen worden, das Modell nicht weiter zu verkaufen.

Bei einem routinemäßigen Fahrtest des “Consumer Reports“ - eine Art Stiftung Warentest der USA - brach das Heck des Wagens aus. Erst im letzten Moment habe das elektronische Stabilitätsprogramm eingegriffen und den Wagen wieder beherrschbar gemacht. Im richtigen Straßenverkehr hätte es zu einem Überschlag kommen können, bilanzierte das Magazin am Dienstag und sprach eine klare “nicht kaufen“-Empfehlung aus.

Weltweit ruft Toyota 8,5 Millionen Wagen zurück.

Der Bericht weckt Erinnerungen an den legendären Elch-Test der A- Klasse von Mercedes-Benz. Der Hoffnungsträger der Stuttgarter hatte 1997 bei einem Ausweichmanöver in Schweden abgehoben. Mercedes musste sich viel Hohn und Spott gefallen lassen, der Ruf litt. Der Hersteller löste das Problem unter anderem mit dem serienmäßigen Einbau des damals noch wenig verbreiteten elektronischen Stabilitätsprogramm.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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